Bürgerinitiative gegen Deponie

Erstellt am 29. Januar 2022 | 05:27
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Das Natura-2000-Gebiet: Eine Bürgerinitiative will eine Bodenaushub- und Baurestmassendeponie hier verhindern.
Foto: NÖN, Fotodienst/Presse
Rund 300 Unterschriften hat eine Bürgerinitiative gegen die Pläne der Magyer Betriebs GmbH in Untersiebenbrunn gesammelt.

Wie die NÖN berichtete, plant die Magyer Betriebs GmbH, eine Bodenaushub- und Baurestmassendeponie in Untersiebenbrunn zu verwirklichen.

Anwalt Wolfgang List vertritt nun die Bürgerinitiative „Stop der Deponie ,Magyer VIII‘ in Untersiebenbrunn“, die mit mehr als 300 Unterschriften Einwendungen erhob. „Wir werden mit allen erlaubten rechtlich uns zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen ankämpfen“, so List, der klarstellt: „Es ist dort keine Deponie zu bauen, sondern das Land NÖ hat das Natura-2000-Gebiet von einem schlechten in einen guten Zustand überzuführen.“

Deponie knapp an einer Siedlung geplant

Abgesehen davon sei die Deponie knapp an einer Siedlung geplant, „was für die Nachbarn unzumutbare Belästigungen in Bezug auf Lärm und Staub auf 20 Jahre bedeuten würde und damit gesundheitliche Beeinträchtigungen verursachen würde“.

Was sagt ÖVP-Bürgermeisterin Dagmar Zier? „Die Verlagerung des Schwerverkehrs durch eine Umfahrung, die Vermeidung von weiteren Staubemissionen, der Schutz vor Lärm- und Staubimmissionen durch Errichtung eines Grüngürtels und die Verkürzung der Betriebszeiten wurden von uns als wichtigste Anliegen eingebracht.“

Die Firma Magyer verweist auf ihre Stellungnahme von Dezember: „Das Projekt entspricht dem Stand der Technik und erfüllt auch alle Genehmigungskriterien. Wir sehen einem positiven Verfahrensabschluss daher optimistisch entgegen.“