Hilfe nach Panne: Anrainer borgte Autoreifen. Familie touchierte bei Ausflug einen Randstein, ein Untersiebenbrunner kam zu Hilfe.

Von Markus Szelnekovics. Erstellt am 08. September 2019 (04:52)
Smax
Frau P. mit Enkel Theo, der Retter in der Not, Peter Hofka, sowie Herr P.(v.l.).

Es gibt sie noch, die guten Menschen, die einfach helfend unter die Arme greifen, wenn Not am Mann ist. Diese Erfahrung machte nun Familie P.

Aber alles der Reihe nach: Am Mittwoch fuhr Herr P. mit seiner Gattin und Enkel Theo von Wien nach Lassee. Die Frau lenkte den VW in Untersiebenbrunn, als sie auf der Hauptstraße einen Randstein touchierte. Beide Reifen auf der rechten Seite hatten einen Platten.

Der Untersiebenbrunner Peter Hofka war zu dem Zeitpunkt in seiner Garage, hörte das Geräusch und hielt umgehend Nachschau. Als Hofka das Malheur bemerkte, bot er umgehend seine Hilfe an: Kurzerhand holte er zwei Wagenheber aus seiner Garage und half beim Reifenwechsel. Inzwischen wurden Frau P. und Enkel Theo ins Haus gebeten und das Kind bekam etwas zu trinken und Schokolade.

Nach der Montage des Reserverades war das Problem noch nicht gelöst, denn: Wo bekommt man auf die Schnelle ein zweites Rad mit Felge her? Hofka schaute in der Garage nach und suchte nach einem passenden Rad. Tatsächlich stimmten die Maße mit jenem auf dem Wagen überein. Ohne zu überlegen, schenkte Hofka Herrn P. einen neuen Reifen inklusive Alufelge. P. war von der spontanen Hilfsbereitschaft überwältigt. Kurz darauf war das Rad montiert und P. konnte mit Frau und Enkel die Weiterfahrt nach Lassee antreten.

Am nächsten Tag wurde neuer Reifen besorgt

Am nächsten Tag besorgte P. einen neuen Reifen und brachte den geschenkten wieder zurück. P. war es ein Bedürfnis, sich auf diesem Wege nochmals bei Herrn Hofka zu bedanken. „Dieser Mensch ist mein Held des Sommers. Es ist absolut nicht selbstverständlich, eine wildfremde Person derart zu unterstützen und dann noch ein Rad mit Alufelge herzuborgen. In Wien wären bestimmt hunderte Autos an uns vorbeigefahren. Angehalten hätte mit Sicherheit keiner – da sind der Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft am Land wesentlich größer.“

Was sagt eigentlich der Held selbst zu seiner edlen Tat? Er übt sich in Bescheidenheit und kann den Rummel um seine Person nicht ganz nachvollziehen: „Für mich war es selbstverständlich, der Familie zu helfen. Ich habe gar nicht lange nachgedacht.“