Reinhold Steinmetz tritt zurück. SPÖ-Bürgermeister wirft das Handtuch. Auch zwei weitere Rote gehen.

Von Thomas Schindler. Update am 11. Juni 2019 (17:02)
NÖN
Erklärte am Dienstag seinen Rücktritt: SP-Bürgermeister Reinhold Steinmetz.

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Angeblich nicht am Bürgermeisteramt interessiert: Vize Manfred Egel.

Am Dienstag erklärte SP-Bürgermeister Reinhold Steinmetz überraschend seinen Rücktritt – aus privaten Gründen, wie es offiziell heißt. Gerüchten zufolge soll der 57-Jährige unter einem Burnout leiden. Auch die beiden roten Gemeinderäte Karl Silhengst und Michael Heller warfen aus persönlichen Gründen das Handtuch. Somit müssen drei SP-Mandate nachbesetzt werden. Wer neuer Ortschef wird, ist derzeit noch ungewiss.

Im Zuge der NÖN-Recherchen fielen öfters die Namen Walter Schalek, Helmut Wagner und Franz Kopriva. SP-Vize Manfred Egel soll nicht am Bürgermeistersessel interessiert sein.

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Einer der möglichen Nachfolger von Steinmetz: SP-Gemeinderat Walter Schalek.

Zur Erinnerung: Steinmetz wurde im Jahr 2016 – bis dahin hatte er als Vizebürgermeister fungiert – Gemeindechef von Untersiebenbrunn, nachdem sein Schwager, SP-Nationalrat Rudolf Plessl, als Bürgermeister zurückgetreten war.

Warum hört er nun auf? Steinmetz: „Wenn man für das Ansparen zur Anschaffung eines Feuerwehrfahrzeuges anonym angezeigt wird, ist ein Punkt erreicht, Halt zu sagen. Das ist letztklassig und fies.“ Er wolle sich nicht rechtfertigen müssen, wenn er für eine öffentliche Einrichtung wie die Freiwillige Feuerwehr etwas Gutes tut: „Ich lege nicht nur aus diesem Grund mein Amt mit sofortiger Wirkung nieder, sondern auch aus gesundheitlichen Gründen.“