Volles Haus im Rathaus. Schwerpunkte der letzten Sitzung des Jahres waren unter anderem Windenergie sowie die Förderung von Vereinen. Beim Thema Finanzen schieden sich dann die Geister.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 24. Dezember 2014 (09:58)
Die letzte Gemeinderatssitzung des Jahres fand erstmals unter dem Vorsitz von SP-Ortschefin Susanne Venos statt.
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Die letzte Gemeinderatssitzung im laufenden Jahr fand erstmals unter dem Vorsitz von SP-Bürgermeisterin Susanne Venos statt und war von konstruktiver und sachlicher Diskussion beider Fraktionen geprägt. Enorm war auch das Interesse der Bürger, die dicht gedrängt das Auditorium füllten.

Einer der Schwerpunkte war das Thema Windkraft. Die VIVAM GesmbH mit Geschäftsführer Benedikt Abensperg und Traun plant die Errichtung von drei Windkraftanlagen im Nahebereich des bestehenden Windparks Matzen-Klein Harras (die NÖN berichtete).

Dazu langten zwei Stellungsnahmen ein, die unter anderem negative Auswirkungen auf die Vogelwelt nannten. Raumplaner Michael Fleischmann berichtete dazu über ein vorliegendes ornithologisches Gutachten, in dem keine negativen Konsequenzen bescheinigt werden.

Weiters beabsichtigt die Gemeinde Matzen-Raggendorf, den erwähnten Windpark um drei Anlagen zu erweitern, wobei der Standort eines Windrads den Mindestabstand um 75 Meter unterschreitet. Für die Betreibergesellschaft WEB erläuterte Ulf Hutter die Pläne und legte den Anwesenden Musteransichten vor.

„Für schnelles Internet zahle ich sehr gerne“ 

Für spontanen Applaus sorgte Abensperg und Traun im Anschluss bei dem Antrag zur Verlängerung seines Servitutsvertrages. Die Gemeindevertreter forderten dabei den Einbau einer Leerverrohrung auf seine Kosten, um hier gegebenenfalls Glasfaserkabel verlegen zu können. Abensperg und Traun dazu: „Wenn es um schnelleres Internet in der Gemeinde geht, zahle ich gerne noch etwas dazu.“

Die Abstimmung über die Erweiterung der Öffnungszeiten für die Deponie Ziegelofen auf zwei Stunden, die Renovierung des Jugendzentrums sowie der Antrag auf Förderungen für den Sportverein und den Musikverein mit jeweils 3.000 Euro sowie des Dorfverschönerungsvereines mit 1.000 Euro endete ebenfalls einstimmig.

Uneinigkeit zwischen VP und SP bei Finanzen

Bei den Themen Gebühren und Budget schieden sich dann die Geister. Der SP-Antrag sah die Beibehaltung der Gemeindeabgaben für 2015 auf dem Ist-Stand vor. Josef Köpf (VP) wandte ein, man könne die Gebrauchsabgabe für die Benützung von Gemeindegrund sowie die Lustbarkeitsabgabe für Vereine streichen. Dies fand seitens der SP keine Zustimmung.

Die größten Posten im Haushaltsvoranschlag für 2015 sind der Straßenbau mit 180.000 Euro und die Vorfinanzierung der Infrastruktur für das Siedlungsgebiet Fasanwald mit 755.000 Euro.