„Von Konkurs keine Rede“

Erstellt am 21. Jänner 2014 | 23:59
Lesezeit: 3 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Web-Artikel 20473
Foto: NOEN
GROSS-ENZERSDORF / Vorstand dementiert im NÖN-Gespräch die Gerüchte, dass der Betrieb pleite sei: „Wir suchen nur einen neuen Pächter. Kein Mitarbeiter muss gehen.“
Von Ulla Kremsmayer

Die Gerüchteküche brodelte: Hotel & Taverne Sachsengang vor dem Konkurs, die Mitarbeiter vor der Kündigung, ein Erbe gestorben, ein reicher Russe steigt ein ... Doch leider: Niemand wusste Genaueres. Fix ist, dass das Frühwarnsystem des AMS eingeschaltet wurde.

Jetzt erklärte Franz Harrand, Wirtschaftstreuhänder und Vorstand der Sachsengang-Privatstiftung, im NÖN-Gespräch die Lage: „Wir suchen einen Pächter oder Käufer und wir stehen bereits mitten in den Verhandlungen dazu. Bei der Taverne wird es schon sehr konkret.“

 

Web-Artikel 20473
Die Taverne an einem grauen Nebelmontag: Für viele aber ein Gourmet-Highlight im Osten Wiens, das sich zwei Hauben erkochte.Kremsmayer
Foto: NOEN

„Wir stecken auch nicht in Zahlungsschwierigkeiten“

Und die AMS-Frühwarnung? „Das war nur zur Sicherheit – falls es eine Neuübernahme gibt. Da geht es dann möglicherweise um die Neuverhandlungen von Dienstverträgen für den neuen Pächter oder Besitzer. Aber derzeit sind kein einziger Mitarbeiter und keine einzige Mitarbeiterin von einer Kündigung bedroht.“

Harrand stellt klar: „Wir stecken auch nicht in Zahlungsschwierigkeiten. Falls es zu Kündigungen kommen sollte, können alle ordnungsgemäß abgefertigt werden.“ Wenn aber finanziell alles in Ordnung ist, warum dann das Ganze? Die bisherige Geschäftsführerin, Ilse Winkler, habe für alle völlig überraschend ihre Geschäftsführerposition im Juni 2013 zurückgelegt. Sie will auch gar nichts dazu sagen. Bisher habe diese Position interimistisch Fred Zimmer, der aus der Unternehmensberatung kommt, übernommen.

„Natürlich, das Hotel hat schon einige Jahre am Buckel“

„Wir suchen aber nach einem Hotelier, einem Gastronomen, denn für die Leitung des Hotels und der Taverne braucht man einen im Metier erfahrenen Geschäftsführer. Wir haben bisher leider niemanden gefunden, daher suchen wir einen Pächter, notfalls einen Käufer.“ Ob es leicht sein werde, jemanden zu finden, schließlich ist das Hotel in Teilen durchaus sanierungsbedürftig? „Natürlich, das Hotel hat schon einige Jahre am Buckel, aber es gibt durchaus genügend Interessenten. Und nochmals: Wir müssen nicht verkaufen“, betont der Stiftungsvorstand.