Weber platzt der Kragen. Matzens SP-Bürgermeisterin Claudia Weber antwortet auf Wahlkampfschrift der Bürgerlistenersten Margarethe Ludwig mit einer Strafanzeige gegen die Politikerin.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 20. Januar 2015 (08:58)
SP-Ortschefin Claudia Weber antwortet auf die Vorwürfe Ludwigs mit Strafanzeige.
NOEN, Foto: Mauritsch

Stein des Anstoßes ist die Aussendung der Spitzenkandidatin der Freien Bürgerliste Matzen-Raggendorf und Klein- Harras Margarethe Ludwig. Darin prangert sie unter anderem die finanzielle Gebarung der Gemeinde, einen Grundstücksverkauf an den Amtsleiter sowie eine angebliche Pensionsauszahlung an den Ex-VP-Bürgermeister Leonhard Helm an.

Diese Punkte waren 2012 Gegenstand eines Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft, initiiert von Ludwig. „Festzuhalten ist, dass sich sämtliche vorgebrachten Verdachtsmomente nicht erhärteten und zu sämtlichen Beschuldigten, die alle unbescholten sind, mit Einstellung vorzugehen war“, zitiert Weber aus dem Abschlussbericht.

Besonders ärgert die Ortschefin der neuerliche Angriff auf den als äußert korrekt bekannten Amtsleiter Hubert Sedlaczek, der noch dazu auf keiner Wahlliste zu finden sei. „Das betreffende Grundstück liegt zwar im Bauland, ist jedoch kein Baugrundstück, da Kanalleitungen hindurchführen. Außerdem ist im Kaufvertrag vereinbart, dass der Differenzkaufpreis nachzuzahlen sei, sollte der Platz bebaut werden können“, so Weber weiter. Auch habe es keinen anderen Bewerber gegeben.

„Schulden in meiner Amtszeit reduziert“ 

Auch die genannten Zahlen des Schuldenstandes der Gemeinde sind für die Gemeindeführung nicht nachvollziehbar. „Seit meinem Amtsantritt wurde der Schuldenstand kontinuierlich reduziert, dies ist auch für Margarethe Ludwig, die ja Mitglied des Gemeinderates ist, im Rechnungsabschluss nachzulesen,“ findet Weber klare Worte.

Zur sogenannten Pensionsauszahlung an Helm sei festzustellen, dass der genannte Betrag von 137.129 Euro unrichtig ist, die Überweisung gesetzeskonform an die Pensionsversicherung erfolgte, nichts zugeschossen wurde und die Malversation in der Waldgenossenschaft damit in keinem Zusammenhang stehe und außerdem dieser Schaden von Helm ausgeglichen wurde. VP-Spitzenkandidat Stefan Flotz ist sprachlos.