Wagendristel Nr.1 bei Landwirtschaftskammer-Wahl. Der Spitzenkandidat der SP-Bauern aus Weikendorf lässt mit seinen Forderungen aufhorchen. Regionale Agrikultur sieht er als oberste Priorität.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 15. Februar 2020 (06:29)
Ernst Wagendristel geht als Spitzenkandidat der SP-Bauern in die Landwirtschaftskammerwahl.
Knotz

„Gemeinsam für unsere regionale Landwirtschaft“: Unter diesem Motto starteten die SPÖ Bauern in den Wahlkampf für die Landwirtschaftskammer-Wahl. Spitzenkandidat Ernst Wagendristel aus Weikendorf schwor bei der Auftaktveranstaltung in St. Pölten die Besucher auf die bevorstehenden Wochen ein.

„Unsere Arbeit wird zusehends fremdbestimmt, der Großteil der Wertschöpfung kommt nicht mehr bei unseren bäuerlichen Familienbetrieben an. Die Sicherung und Stärkung unserer regionalen Landwirtschaft hat für uns daher oberste Priorität“, so Wagendristel. Bäuerliche Familienbetriebe sollen deshalb für ihre ersten 20 Hektar jeweils 150 Euro/ha mehr an Ausgleichszahlungen erhalten.

Der SPÖ-Spitzenkandidat nimmt diese Forderung auch zum Anlass, die derzeitige Ausrichtung der EU-Agrarpolitik scharf zu kritisieren: „Solange die EU an der Flächenbindung festhält, werden sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für kleinere Betriebe nicht verbessern.“

Erschwerend kommt hinzu, dass bei der anstehenden Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) finanzielle Kürzungen zu befürchten sind. Diese werden von den SPÖ-Bauern strikt abgelehnt: „Man kann von uns nicht ständig mehr für weniger Geld fordern“, zeigt sich Wagendristel kämpferisch.

Wertschöpfung in Regionen soll erhöht werden

Der SPÖ-Spitzenkandidat tritt angesichts dieser großen Unsicherheiten für Rahmenbedingungen ein, die den Bauern faire und stabile Produktpreise ermöglichen. Wichtig ist für Wagendristel dabei, die Wertschöpfung in den Regionen zu erhöhen. „Wer regionale Projekte kauft, trägt zur Einkommenssicherung und zum Erhalt von Arbeitsplätzen in der bäuerlichen Landwirtschaft vor Ort bei.“

Sein abschließender Appell: „Wir alle wissen um die Probleme, die viele unserer Kollegen bereits zum Aufgeben gezwungen haben. Es ist dringend erforderlich, endlich die richtigen Schritte für eine sichere und gute Zukunft unserer regionalen Landwirtschaft zu setzen.“