Es ging bei Gemeinderatssitzung um die Wurst. Zistersdorf: Am Schlossplatz gibt’s schon bald einen Würstelstand. Und: Eltern dürfen sich aufgrund der Pandemie über Ermäßigungen von Beiträgen bei Kinderbetreuung freuen.

Von Elisabeth Hess. Erstellt am 11. April 2021 (04:42)
ÖVP-Bürgermeister Helmut Doschek (l.) führte durch die Gemeinderatssitzung.
Screenshot, Screenshot

Einen Tag bevor die Osterruhe in Niederösterreich in Kraft trat, ging die Gemeinderatssitzung im K9 über die Bühne. Sie wurde online übertragen und konnte live über YouTube gestreamt werden.

Ein Würstelstand am Schlossplatz soll demnächst das kulinarische Angebot in Zistersdorf erweitern. Silvia Strasser möchte einen mobilen Würstelstand aufstellen, wo regionale Produkte angeboten werden sollen. „Die Lagerung der Lebensmittel und der Getränke sollen im alten Feuerwehrhaus erfolgen, die Miete dafür wird pauschal abgerechnet“, erläuterte ÖVP-Vizebürgermeister Elmar Schöberl. Der Standort kommt unter anderem für der HTL, der Landesberufsschule und den weiteren umliegenden Schulen zugute.

„Covid-19 hält uns auch noch dieses Jahr fest im Griff“, sagte ÖVP-Bürgermeister Helmut Doschek. Aus diesem Grund bietet die Gemeinde, wie sie es auch schon letztes Jahr getan hat, Ermäßigungen. Als ersten Punkt nannte Doschek den Elternbeitrag des Kindergartens, der monatlich 13,50 Euro beträgt. „Aufgrund der unregelmäßigen Anwesenheiten der Kinder im vergangenen Lockdown und im kommenden wird der Beitrag für das zweite Halbjahr für zwei Monate ausgesetzt.“ Somit ergibt sich ein Nachlass von 27 Euro.

Genauso wie der Elternbeitrag des Kindergartens wird der Beitrag für die musikalische Früherziehung für zwei Monate erlassen. „Mit den Lockdowns und Beschränkungen macht die musikalische Früherziehung derzeit nicht viel Sinn“, begründete der Stadtchef die Ermäßigung. Eine weitere Preisreduzierung betrifft die vier Jahrmärkte in Zistersdorf.

Nächster Jahrmarkt schon am 19. April

Das nächste derartige Event soll am 19. April stattfinden. Da der Jahrmarkt als Gelegenheitsmarkt gilt, sei dieser im Gegensatz zu einem gewerblichen Markt momentan nicht erlaubt. Aufgrund der derzeitigen Lage könne man noch nicht wissen, ob die Jahrmärkte an den vorgesehenen Terminen abgehalten werden können: „Wir haben uns deshalb dazu entschieden, die Reservierungsgebühren nicht zu verrechnen“, so Doschek.

Zuletzt nannte der Zistersdorfer Stadtchef die Gebrauchsabgabe für Schanigärten: „Diese soll für 2021 ausgesetzt werden“, so Doschek, „wobei der Betrieb der Schanigärten unter Einhaltung der Corona-Maßnahmen erlaubt sein soll“.

Bei diesem letzten Punkt meldetet sich Christoph Tatzber (SPÖ) zu Wort und meinte, dass diese wirtschaftlichen Entlastungen ein guter Schritt in die richtige Richtung seien. Anschließend sprach Schöberl die Förderung der Reparaturkosten zweier Feuerwehrautos an. Die Feuerwehr Zistersdorf habe sich Kostenvorschläge für zwei defekte Fahrzeuge eingeholt, die auf 3.600 Euro und auf 4.800 Euro angesetzt waren. „Die Silberhelme haben die Reparatur in Eigenregie durchgeführt, wobei Kosten von 1.000 Euro angefallen sind“, erklärte der Vize.

Somit ersuche man die Gemeinde, die Kosten von 1.000 Euro zu übernehmen. Der Gemeinderat nahm die Förderung einstimmig an.