Gasflasche löste vermutlich Großbrand aus. Bei der Müllverbrennungsanlage in Zistersdorf brannten am Dienstag 300 Tonnen Restmüll, Gefahr für die Bevölkerung besteht wegen dem Rauch laut Feuerwehr keine.

Von Christoph Szeker. Erstellt am 16. Oktober 2019 (14:06)

Am Dienstag brannte bei der Müllverbrennungsanlage ein Restmülllager, 300 Tonnen Abfall waren betroffen. Das entspricht in etwa der Menge Müll, die 530 Österreicher jährlich produzieren. Die Feuerwehren mussten daher in einem Großeinsatz mit Alarmstufe B4 und 120 Mitgliedern ausrücken. Ein Übergreifen des Feuers auf Altreifen und Grünschnitt konnte noch in letzter Sekunde verhindert werden.

Die Ursache des Brandes ist noch nicht vollständig geklärt, allerdings dürften laut Polizeiaussendung eine undichte Gasflasche und eine Explosion der Grund gewesen sein. Eine besondere Herausforderung war für die Wehren die Versorgung mit Löschwasser. Daher wurde Wasser in die Zister gepumpt und dann vor Ort wieder abgesaugt. Schlussendlich konnten die freiwilligen Helfer das Feuer durch Räumung der Halle mit zwei Baggern bezwingen.

Beate Kainz, Bezirkssprecherin der Grünen, warnte im Angesicht des Brandes vor Schadstoffen, welche über den Rauch freigesetzt werden könnten. Eine Straße musste wegen des starken Rauches kurzfristig sogar gesperrt werden. Thomas Geiter von der Feuerwehr Zistersdorf gibt jedoch Entwarnung: Die Berufsfeuerwehr Wien hat Luftmessungen durchgeführt, eine Gefährdung der Bevölkerung bestehe nicht. Kainz fordert vom Betreiber der Müllverbrennungsanalge jedoch allgemein die Herausgabe der Abgaswerte.

Wir berichteten dazu bereits: