650 Beschäftige im Schremser Industriegebiet geimpft. Am Betriebsgelände des Fertighaus-Spezialisten Elk war am 14. Mai besonders viel los: Das Unternehmen hat eine eigene Impfstraße eingerichtet. Neben eigenen Mitarbeitern nahmen auch etliche Beschäftigte der umliegenden Betriebe im Industriegebiet Schrems-Kottinghörmanns das Angebot in Anspruch. Bei Eaton soll am Dienstag geimpft werden.

Von Anna Hohenbichler. Erstellt am 15. Mai 2021 (09:00)
Auch Elk-Geschäftsführer Thomas Scheriau ließ sich von Arzt Franz Poppinger impfen.
Anna Hohenbichler

Etwa 80 Prozent der Elk-Belegschaft hatten sich zur Impfung angemeldet, mit den Mitarbeitern anderer Betriebe kam man auf etwa 650 Personen. Fünf Ärzte und zwei Krankenschwestern waren zum Aufklären, Impfen und zur Vakzinbereitstellung im Einsatz, verwendet wurde der Impfstoff von Moderna. „Wir haben bis zum Schluss gefiebert, ob der Impfstoff ankommt“, erzählt Elk-Prokurist Markus Schandl. Gemeinsam mit einem mehrköpfigen Team war er für die Organisation der Impfstraße zuständig.

Halfen bei der Organisation der Elk-Impfstraße mit: Peter Jonasch, Markus Schandl, Geschäftsführer Thomas Scheriau, Michaela Ardelt und Katharina Katzenschlager.
Anna Hohenbichler

Dass sich Elk überhaupt um eine Impfstraße bemühen wird, sei klar gewesen: „Seit Beginn der Pandemie wollten wir alle uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nutzen“ – sowohl was die Test- als auch die Impfstraße betrifft. Zuerst wurde unter den Mitarbeitern das Interesse an einer Impfstraße erhoben, später auf Basis dessen Kontakt mit Notruf NÖ aufgenommen, erklärt er. Die Kosten für die Impfstraße und Organisation übernimmt das Unternehmen selbst – lediglich der Impfstoff wird zur Verfügung gestellt. Um Ideen für die Abwicklung der Impfungen einzuholen, wurden vorab öffentliche Impfstraßen besucht.

Elk-Geschäftsführer Thomas Scheriau spricht von rund zweieinhalb Monaten Vorlaufzeit für die Impfstraße. Und schmunzelt: Als Produktionsbetrieb kenne man sich mit Effizienz aus. „Wir sind uns der Verantwortung bewusst und darum freut es uns natürlich umso mehr, dass unsere Mitarbeiter ihren Beitrag leisten wollen und sich so viele für die Impfung angemeldet haben“, sagt er. Am Freitag sind Test- und Impfstraße parallel nebeneinander gelaufen. In sechs Wochen bittet Elk dann zur zweiten Teilimpfung.

Aufklärungsgespräch vor der Impfung
privat

Von einer hohen Durchimpfungsrate im Unternehmen erhoffen sich Scheriau und Schandl eine gewisse Sicherheit für den Regelbetrieb. Unter bisher 7.000 Tests in der hauseigenen Teststraße sei etwa ein Dutzend positiv gewesen, sagt Markus Schandl. Ein geringer Anteil, aber: „Wenn das unbemerkt geblieben wäre, hätten sie viele andere angesteckt.“ Umso zufriedener war die Elk-Führung mit der Umsetzung der Impfstraße. Dass es am Impftag zu zeitlichen Verzögerungen gekommen ist, liege auch an der engen Taktung, erklärt er: „Jeder hat aber ein persönliches Arztgespräch, dessen Dauer man zeitlich schwer einschätzen kann.“

Während im Industriegebiet Schrems-Kottinghörmanns einige Betriebe mit Elk kooperiert haben – nach Impfung und Nachsorge gab es zum Beispiel Mohnzelten der Backwelt Pilz – wird Eaton am Dienstag seine Impfstraße öffnen. Dort sollen 385 Mitarbeiter geimpft werden, die zweite Teilimpfung ist bei Eaton für Ende Juli geplant.