Unserfrau-Altweitra

Erstellt am 14. März 2018, 06:00

von Karin Pollak

Millionen-Projekt: Seidl rüstet auf. Baufirma aus Altweitra rückt näher an Hauptmarkt Wien heran: 5 Millionen Euro für neues Betonwerk im Bezirk Tulln. Jobs sind dort und auch zuhause zu haben.

Das Altweitraer Betonwerk Seidl & Sohn bekommt einen zweiten Standort in Kirchberg am Wagram. Hier werden derzeit die neuen Hallen für die Serienproduktion der Betonfertigteile „Made by Seidl“ errichtet. Die Fertigstellung ist für Mai geplant.  |  privat

Schlag auf Schlag geht es im Betonwerk Seidl & Sohn. Jetzt baut David Seidl um rund fünf Millionen Euro eine neue Fabrik in Kirchberg am Wagram und sucht dringend Mitarbeiter – auch für Altweitra.

Nachdem im „Mutterhaus“ in Altweitra vermehrt Entwicklungs- und Forschungsarbeit geleistet wird – wie zum Beispiel die „dehnfugenfreie Brücke“ gemeinsam mit der TU Wien (die NÖN berichtete) – will Baumeister David Seidl in Kirchberg am Wagram die Serienproduktion von Betonteilen ansiedeln.

privat

„Unser größtes Vertriebsgebiet liegt rund um Wien. Kirchberg liegt somit sehr zentral. Außerdem kommt hier jener Schotter vor, den wir bei der Produktion unserer Betonteile verarbeiten. Bisher haben wir den Schotter von Kirchberg nach Altweitra geliefert, dort verarbeitet und dann die fertigen Betonteile wieder in die Region um Wien geliefert“, erklärt Seidl die Beweggründe für diese nachhaltige Betriebserweiterung.

„Wir suchen dringend Facharbeiter und Jugendliche, die die Berufe Betonfacharbeiter oder Schalungstechniker lernen wollen.“ Geschäftsführer David Seidl

Die Bauarbeiten auf dem rund 3.000 Quadratmeter großen Firmenareal in Kirchberg am Wagram wurden bereits begonnen. Die Betriebshallen in einer Gesamtgröße 2,5 Hektar sollen im Mai fertiggestellt sein. „Wir gehen von einer Investition von rund fünf Millionen Euro aus“, rechnet der Unternehmer vor.

Das bisherige Maisfeld, das in einem bereits gewidmeten Bauland Industriegebiet liegt, wurde von Fritz Salomon angekauft.

„Mittlerweile siedeln sich hier schon mehrere Firmen an“, so Seidl. Positiv ist natürlich auch die Nähe zur Autobahn, die nicht einmal zwei Kilometer entfernt liegt.

Die Betonfertigteile, die dann in Serie hergestellt werden, sollen von Altweitra aus vertrieben werden. „In Kirchberg am Wagram ist also nur die reine Produktion“, erklärt der Baumeister. Dazu sollen an die 15 Mitarbeiter großteils neu aufgenommen werden. „Wir suchen dringend Facharbeiter und Jugendliche, die die Berufe Betonfacharbeiter oder Schalungstechniker lernen wollen“, so Seidl.