Keine Beschwerden über Hunde, aber über Radler. Dass im Litschauer Strandbad witterungsbedingt und wegen der Sperre der Becken heuer insgesamt etwas weniger Zulauf als in normalen Sommermonaten herrscht, brachte eine durchaus positive Nebenerscheinung...

Von Markus Lohninger. Erstellt am 09. August 2020 (12:42)
An guten Sommertagen zieht das Litschauer Strandbad trotz Beckensperre etliche Besucher an. Insgesamt liegt der Besuch aber etwas unter einem durchschnittlichen Jahr.
Markus Lohninger

„Wenn früher Hochbetrieb geherrscht hat, dann sammelten sich ganze Listen an Beschwerden im Zusammenhang mit der Hundezone oder der Hundehaltung von Gästen“, sagt Stadtamts-Direktor Jürgen Uitz. Heuer sei dazu noch keine einzige Beschwerde eingegangen.

Dafür häufen sich momentan, wie er sagt, Klagen von Litschauern über Radfahrer am nur für Wanderer zugelassenen Herrensee-Rundweg. „Werden sie darauf angesprochen, dann berufen sie sich offenbar auf eine App, die ihnen die Runde für das Fahrrad empfiehlt“, sagt Uitz. Etliche geläufige Freizeit-Apps wurden in dieser Hinsicht bereits abgeprüft, Empfehlungen fürs Wandern wurden gefunden, solche fürs Radeln bislang nicht...

Kein Eintritt, Frau zahlte dennoch

Offiziell wird das Strandbad von der Stadtgemeinde wie berichtet heuer wegen der am weitläufigen Areal kaum finanzierbaren Corona-Vorgaben nicht betrieben, der Sprung in das zwecks Notchlorung gefüllte Hauptbecken ist untersagt – auch wenn das Verbot mitunter ignoriert wird. Weil der Zugang zum Strandbad mit Liegewiese dafür heuer kostenlos möglich ist, dankte eine Besucherin auf ihre Art: Sie stellte sich im Litschauer Gemeindeamt mit einer Spende von 120 Euro ein, weil sie „einen Beitrag leisten möchte“.

Die Dame verbringt mit ihrer Familie immer wieder die Sommerferien in Litschau und kauft normal eine Saisonkarte. Die 120 Euro werden laut Stadtamts-Direktion als Einnahme im Strandbad verbucht.