Ärztemangel: SPÖ fordert wieder Gemeindearzt

Erstellt am 01. Oktober 2022 | 04:55
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8480621_gmu39bho_spoe_aerzte.jpg
Fordern unter anderen die Wiedereinführung des Gemeindearztes: Michael Bierbach und Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig.
Foto: TW
SPÖ will Kampf gegen Ärztemangel im Waldviertel am Land forcieren, fordert Primärversorgungszentren und Gruppenpraxen.

Auf den Mangel an Haus- und Fachärzten mit Kassenverträgen im Waldviertel machte die SPÖ im Rahmen einer Pressekonferenz mit Gesundheits-Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig in Horn aufmerksam. Aus Sicht der SPÖ werde die Bürde, sich um Ärzte im ländlichen Raum zu kümmern, immer mehr den Gemeinden aufgedrückt. Es gelte, die eigentlich Verantwortlichen – Bund, Land, Gesundheitskassa – in die Pflicht zu nehmen, so Königsberger-Ludwig.

„Die Gemeinden setzen sich nach Kräften dafür ein, dass die hausärztliche Versorgung gesichert ist“, sagt Bezirksvorsitzender Michael Bierbach. Die SPÖ fordert die Wiedereinführung des Gemeindearztes, die Verbesserung des Facharztangebots durch Primärversorgungszentren, Gruppenpraxen oder Anstellung von Ärzten in bestehenden Praxen, sowie ein geändertes Aufnahmeverfahren an Medizinunis.

Laut Bierbach kommen im Bezirk Gmünd bei 36.085 Einwohnern auf einen Allgemeinmediziner mit Kassenvertrag, 1.718 Patienten, in der Kinder- und Jugendheilkunde 4.435 Personen, in der Gynäkologie 18.119 Frauen und bei Lungenerkrankungen gleich alle 36.085 Einwohner.