Arbeiterkammer: 3G bleibt Thema, Lockdown ist es weniger

AK-Bezirkschef Preissl: Weniger Klagen in Zusammenhang mit Lockdown als mit 3G im Bezirk Gmünd.

Erstellt am 04. Dezember 2021 | 07:41
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AK-Bezirkschef Michael Preissl sieht eine Routine im Umgang mit Lockdowns, Sorgen in der Gastro – und 3G im Job immer noch als großes Thema.
Foto: M. Lohninger

Der neuerliche bundesweite Lockdown beschäftigt die Arbeiterkammer Gmünd noch weniger als die 3G-Regelung am Arbeitsplatz, sagt deren Leiter Michael Preissl im NÖN-Gespräch. Vor allem: „Klagen kommen immer noch über die Struktur hinter den PCR-Tests.“

Hinsichtlich Lockdown sieht Preissl eine gewisse Routine auch im Umgang mit Kurzarbeit, die sich aus bisherigen Zwangsschließungen ergeben hatte. Sorgen nimmt er am ehesten aus der Gastronomie wahr. „Gastrobetriebe versuchen großteils, mit Urlauben und dergleichen über die Zeit zu kommen. Die Furcht ist aber da, dass der Druck auf die einzelnen Gastronomen größer wird – und manche die Situation nicht überstehen“, sagt Preissl. Das Gastgewerbe habe sich nach dem Sommer vielfach ohnehin nur schleppend vom vorigen Lockdown erholt, dafür sei das Aus in der Zeit von Betriebsfeiern & Co ein weiterer harter Schlag.

Wesentlich mehr als der Lockdown sei allerdings immer noch die 3G-Regel am Arbeitsplatz ein Thema, sagt Michael Preissl, „jedes zweite Telefonat handelt davon“. Die Arbeiterkammer stehe dazu, der Regelung zum Schutz der Arbeitnehmer zugestimmt zu haben, „aber unter den gegebenen Bedingungen ist sie schwer zu erfüllen“. Die Turbulenzen rund um PCR-Tests inklusive Material-Engpässen und oft tagelangen Wartezeiten auf Ergebnisse aus überlasteten Laboren sind freilich das Hauptproblem.

Sonntags-Tests in Schrems nun bis Jahresende fix

Um das Ausweichen auf die für kürzere Zeit gültigen Antigen-Tests auch für den Wochenbeginn zu ermöglichen, starteten Gmünd (15-18 Uhr) und Hirschbach (18-19 Uhr) schon fixe Sonntag-Öffnungen ihrer kommunalen Teststraßen.

In Schrems wurde zuerst nur provisorisch auch am Sonntag (17-19 Uhr) getestet. Michael Preissl, zugleich auch Vizebürgermeister in der Granitstadt, kündigt aber bereits eine Verlängerung im Schremser City-Center zumindest bis Jahresende an. „Hier waren in den zwei Stunden immer deutlich über 200 Getestete“, sagt er.