Erstes Pilger-Trio mit Zertifikat

Erstellt am 28. Oktober 2017 | 04:44
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Die ersten zertifizierten Pilgerbegleiter im nördlichen Waldviertel: Heinz Schierhuber, Herta Schölm und Eva Suchy (von links).
Foto: privat
Erstes Trio aus dem nördlichen Waldviertel hat die einjährige Ausbildung zum „Pilgerbegleiter“ absolviert.

Raus aus dem Alltag, rein in die Wanderschuhe und, das Notwendigste im Rucksack, los: Pilgern liegt im Trend. Alleine den weltweit bekanntesten Pilgerweg, den Jakobsweg mit Ziel in Spanien, absolvierten im Vorjahr fast 300.000 Menschen – fünfmal mehr als zur Jahrtausendwende.

Passend zu dieser Entwicklung schreibt die Diözese St. Pölten seit dem Jahr 2014 eigene Ausbildungen zum „Pilgerbegleiter“ aus. Vor wenigen Tagen erhielten mit Herta Schölm (Eichberg), Eva Suchy (Schrems) und Heinz Schierhuber (Zwettl) nach einjährigem Lehrgang die ersten Teilnehmer aus dem nördlichen Waldviertel von Bischofsvikar Gerhard Reitzinger ihre Zertifikate.

Fünf Module mussten absolviert werden

Sie sind damit offiziell dazu befähigt, andere Pilger zu begleiten und vom Start der Pilgerung an alle organisatorischen Details von der Wegplanung bis zu Zeit und Ort der Verpflegung, spiritueller Begleitung und Quartiersuche abzuwickeln. Insgesamt fünf Module waren zuvor zu absolvieren. Eines davon war ein Praxisteil, bei dem alle Teilnehmer – 21 Menschen im Alter zwischen 25 und 70 Jahren – vom Stift Melk auf den Sonntagsberg pilgerten und die Tagesgestaltung mit Morgenlob, Gesängen oder Impulsen selber ausarbeiten mussten. Zum Abschluss mussten individuelle Konzepte für ein Pilgerangebot ausgearbeitet werden.

Heinz Schierhuber tat das für den bestehenden „Geschwisterpilgerweg“. Herta Schölm und Eva Suchy kreierten einen eigenen, grenzüberschreitenden Rundweg, den sie „Agnesweg“ – nach der Schutzpatronin von Südböhmen – nannten und in Wort und Bild festhielten. Unter den besonderen Stationen ihrer zweitägigen Tour waren auch zwei sudetendeutsche Dörfer, die nicht mehr stehen, „sehr berührende, magische Orte“.

Die Absolventen dürfen „ihre“ Wege nun über die Diözese auch anderen Pilgern anbieten.