Jetzt wird geblitzt: Boxen stehen. Zwischen Illmanns und Kirchberg heißt es spätestens jetzt, das Tempolimit im Ort einzuhalten.

Von Markus Lohninger und Karl Tröstl. Erstellt am 16. Juni 2021 (16:00)

Etwas länger als erwartet hat es am Ende gedauert, jetzt wird aber auch im Gmünder Bezirk erstmals überhaupt an fixen Radar-Standorten geblitzt: Sechs permanente Boxen wurden bis zum Wochenbeginn entlang der Hauptströme der Lkw-Importe zwischen Grametten und Kirchberg installiert.

Gespannt auf Rückschlüsse zu Trends & Häufungen. Für alle Boxen gemeinsam gibt es zum Start ein Tempomessgerät samt Kamera, Blitz und Daten-Direktleitung in die Verkehrsabteilung der Landespolizeidirektion. Das Gerät soll durch Beschäftigte der Landesverkehrsabteilung künftig in regelmäßigen Abständen zwischen den Standorten herumgereicht werden. Die Chance für Schnellfahrer, tatsächlich geblitzt zu werden, ist also an sich nur eins zu sechs, angesichts des Risikos alleine versprechen sich die Verantwortlichen aber das gewünschte Ergebnis – eine Temporeduktion in den Ortszentren an den Hauptverkehrs-Routen.

Google Maps; NÖN-Grafik: Hammerl

„Ich bin selbst gespannt auf die ersten Rückschlüsse zu Trends und Häufungen an den einzelnen Standorten“, sagt Bezirkshauptmann Stefan Grusch, in dessen Strafabteilung die in St. Pölten aufschlagenden Übertretungen am Ende bearbeitet werden. Massive Übertretungen im Bereich drohender Führerschein-Abnahmen werden an die jeweiligen Zulassungsbehörden weitergeleitet, die Strafverfahren starten, erläutert Grusch. Er sieht die Radarstandorte in Illmanns, Eisgarn, Heidenreichstein, Aalfang, Langschwarza und Kirchberg nach jahrelangem Tauziehen jedenfalls als „zusätzliche Möglichkeit, um die Sicherheit für die Bevölkerung zu erhöhen“.

„Wunsch ging in Erfüllung.“ Das sehen auch der Schremser Stadtrat David Süß und Nationalrats-Abgeordnete Martina Diesner-Wais (beide ÖVP) so, wie sie bei einem Pressetermin in Langschwarza betonten. „Wir freuen uns, dass der langersehnte Wunsch in Erfüllung ging und hoffen, dass eine Verkehrsberuhigung erreicht und die Sicherheit im Ort erhöht wird“, so Süß, der von „langwierigen und intensiven Gesprächen mit den Zuständigen auf Landes- und Bundesebene“ spricht.