Nationalratswahl: Erste Weichen sind gestellt. Vorgezogene Nationalratswahl wirft im Bezirk Gmünd ihre Schatten voraus.

Von Markus Lohninger und Karin Pollak. Erstellt am 19. Juni 2019 (04:56)
Weingartner-Foto
Symbolbild

Die erste Überraschung tat sich dabei in der Vorwoche in der SPÖ auf: Konrad Antoni wird sich aus dem Parlament verabschieden, der Kleedorfer hat nach internem Machtkampf freiwillig auf ein Antreten als Spitzenkandidat für das Waldviertel verzichtet. Spitzenkandidat und einziger Genosse mit realistischer Aussicht auf ein Waldviertler Direktmandat ist nun Günter Steindl aus der Bezirksorganisation Krems. Der Bezirk Gmünd stellt mit Angelika Preissl (29) die Nummer zwei im Waldviertel, mit ihr ziehen der Gmünder Stadtrat Michael Bierbach und die Heidenreichsteiner Gemeinderätin Alexandra Weber in den Wahlkampf (mehr: Seiten 4/5!).

Bei der ÖVP gab es im Wahlkreis wie berichtet einen vergleichbar sanften Wechsel – Angela Fichtinger aus dem Zwettler Bezirk übergab ihr Mandat an Lukas Brandweiner (Groß Gerungs). Innerhalb des Bezirkes Gmünd will Obfrau Martina Diesner-Wais ein drittes Mal ihren Platz im Parlament fixieren, die Kandidatenliste dürfte bei der ÖVP aber erst gegen Ende Juni fixiert werden.

NÖN

Die FPÖ ermittelte am 18. Juni (nach NÖN-Redaktionsschluss) im Landesparteivorstand ihre Kandidaten. Bezirkschef Walter Hoffmann verriet vorab nur, dass er im Bezirk auf Rang zwei stehen werde. Mit Alois Kainz aus Allentsteig ist ab Juli aber wieder ein FPÖ-Abgeordneter aus dem Waldviertel im Nationalrat. Kainz ersetzte erst Innenminister Kickl, jetzt kommt er statt des zum Volksanwalt ernannten Walter Rosenkranz.

Bei den Grünen hat Martin Litschauer (Stadtrat in Waidhofen) als Vierter der Landesliste und Spitzenkandidat im Wahlkreis Waldviertel keine schlechten Karten. Für den Bezirk Gmünd gehen Gemeinderat Ferry Kammerer aus Pürbach, Angelika Kremsner aus Hoheneich und Bezirkssprecher Manfred Stattler ins Rennen. Die NEOS führt im Waldviertel Douglas Hoyos (Schönberg) an.