Urlaub daheim: Statt ans Meer geht‘s heuer in die Berge. Die Waldviertler treibt es vorwiegend in die Berge, während das Waldviertel von Tirolern entdeckt werden dürfte.

Von Karin Pollak und Franz Dangl. Erstellt am 03. Juni 2020 (05:43)
Sommer 2020: Wandern im Salzburgerland.
F: www.grossarltal.info

Der Österreich-Urlaub boomt in Österreich – und wohin zieht es die Waldviertler? Die NÖN-Kurzumfrage unter Promis aus dem Gmünder Bezirk ergab: Es wird vorwiegend in die heimischen Berge gehen.

Thomas Böhm , Regionaldirektor Volksbank und Obmann von Heidenreichstein Creaktiv, verschob etwa einen Hausboot-Urlaub in Frankreich auf 2021, „heuer geht es nach Kleinarl in Salzburg“. Dort könnte er den Schremser Bürgermeister Karl Harrer treffen. „Anstatt des traditionellen Familienurlaubes in Italien fahre ich mit meiner Gattin nach Großarl“, sagt auch er.

Bei seiner Gmünder Amtskollegin Helga Rosenmayer fällt heuer der alljährliche Campingurlaub am Gardasee mit der Familie aus. „Dafür geht es mit meinem Mann nach St. Wolfgang im Salzkammergut.“

Bei Josef Granner , CEO der Agrana-Stärke, stehen Radeln beim Neusiedlersee und natürlich der Besuch von Tochter und Enkel im Salzkammergut an. – Nur Profimusiker Thomas Faulhammer hält am traditionellen Griechenland-Urlaub fest. „Die AUA fliegt ja wieder“, sagt der gebürtige Weitraer, der auch wieder in die Heimatstadt kommen will.

Andreas Schwarzinger , Chef im Waldviertel-Tourismus, reist ins Salzburgerland. Das Waldviertel selbst erfreue sich bei Wienern, Nieder- und Oberösterreichern hoher Beliebtheit, verstärkt würde es auch Urlauber aus dem Westen anziehen: „Gerade für Tiroler und Vorarlberger ist es als Urlaubsdestination noch ziemlich unentdeckt.“

Laut Zahlen der Recherche-Plattform Addendum gab es im Bezirk im Sommer 2019 knapp 300.000 Nächtigungen, primär waren es nicht nur in den Kurgemeinden Harbach (99 %), Hoheneich (98,7 %) und Großpertholz (98,4 %) Österreicher. In Großschönau entfielen 95,6 Prozent von fast 10.000 Nächtigungen, in Litschau und St. Martin je 89,1 auf Österreicher. Den höchsten Ausländeranteil hatte die Golfgemeinde Haugschlag mit 36,1 Prozent aus 9.600 Nächtigungen, die in Zahlen meisten Nächtigungen von Ausländern hatte die Stadt Gmünd mit 6.700 von zusammen 45.400 Nächtigungen. – Den Sommer im Waldviertel verbringen will auch Abgeordnete Martina Diesner-Wais . „Ich werde wie in den letzten Jahren auch die meiste Zeit am Bauernhof und auf den Feldern verbringen“, sagt sie.

Umfrage beendet

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