CoV-Häufung: Ganzer Kindergarten im Notbetrieb. Mehrere Infektionsfälle in der Belegschaft: Landeskindergarten Gmünd-Neustadt soll vorübergehend nur noch für Kinder ohne andere Betreuungs-Möglichkeit offen stehen.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 28. September 2020 (07:06)
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Das Coronavirus greift im Gmünder Bezirk munter um sich. Alleine zwischen 26. und 28. September kletterte die Zahl der jemals positiv Getesteten laut Epidemiologischem Meldesystem um 20 auf bereits 90 Fälle nach oben, im bundesweiten 7-Tages-Ranking ist Gmünd den dritten Tag in Folge ganz vorne. Die Zahl der Personen in Quarantäne tendiert in Richtung 300. 

Vor dem Beginn der neuen Woche ereilte das Virus auch den Landeskindergarten Gmünd-Neustadt in der Dr.-Karl-Renner-Straße: Bezirkshauptmann Stefan Grusch bestätigt auf NÖN-Nachfrage mehrere CoV-Infektionen innerhalb des Betreuerteams. Die Einrichtung müsse vorübergehend auf einen „absoluten Notbetrieb“ für Kinder ohne andere Betreuungs-Möglichkeit reduziert werden, das gesamte verbliebene Personal wird getestet. Die Eltern wurden gebeten, für ihre Kleinen möglichst andere Betreuungs-Optionen zu finden.

Anhand der bisherigen Erfahrungen sieht die Behörde das Übertragungsrisiko weniger bei Kindergarten-Kindern als bei Erwachsenen. „Kindergarten-Kinder infizierten sich bisher selten, entwickelten, wenn doch, in der Regel keine Symptome und erwiesen sich dann auch als schlechte Überträger“, sagt Bezirkshauptmann Grusch: Die Gefahr liege im Erwachsenenbereich, etwa beim Kontakt von Personal und Eltern, die ihre Kinder holen. Der soll künftig durch ein Abgeben und Abholen an der Tür auf das Minimum reduziert werden.