Nächste Stufe für Großschönau: Europa. Marktgemeinde Großschönau darf NÖ als Landessiegerin bei Europas Dorferneuerungspreis 2020 vertreten.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 07. Dezember 2019 (06:51)
Bei der Preisverleihung an die Marktgemeinde Großschönau: Geschäftsführende Gemeinderätin Maria Strondl, Maria Forstner (Obfrau NÖ Dorf- und Stadterneuerung), Bürgermeister Martin Bruckner, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Vizebürgermeister Martin Hackl und geschäftsführender Gemeinderat Klaus Stebal (von links nach rechts).
NLK-Filzwieser

Großschönau wird Niederösterreich beim Europäischen Dorferneuerungspreis 2020 vertreten. Grundlage dafür ist der Sieg beim NÖ Projektwettbewerb der Dorf- und Stadterneuerung. Die Marktgemeinde setzte sich dabei zum Motto „Ganzheitlichkeit“ gegen Neulengbach, Absdorf und Großrußbach durch.

Lokale Antworten

Der Landessieg sei noch nicht das Ende der Fahnenstange, sagt Bürgermeister Martin Bruckner (ÖVP): „Wir wurden als würdig erachtet, Niederösterreich in der Frage nach lokalen Antworten auf globale Herausforderungen auf europäischer Ebene zu vertreten.“ Den Landessieg führt er – entsprechend des Themas – auf eine Reihe an Faktoren zurück. Es gehe ums Gemeinschaftsleben in der Gemeinde in der Bandbreite zwischen Feuerwehr, Kultur, Dorferneuerung und Klimaschutz, aber auch um Aspekte wie das jahrzehntelange Klima- und Energie-Engagement, Kinderbetreuung, Infrastruktur etwa hinsichtlich des Gesundheitszentrums oder der Verfügbarkeit von Breitband. „Diese Vielfalt macht es aus“, sagt Bruckner. Zur Jahresmitte 2020 wird für den Europapreis der Besuch einer internationalen Jury in Großschönau erwartet.

Auch Gmünder Projekt erfolgreich

Preise wurden in drei weiteren Kategorien vergeben, wobei unter insgesamt 76 Bewerbungen ein zweiter Preis in den Bezirk ging: In der Kategorie „Generationen“ landete die Stadtgemeinde Gmünd mit dem Filmprojekt „Kinderjahre nach dem Ersten Weltkrieg“ am ersten Platz. Schulkinder der Musikmittelschule in Gmünd und Mittelschüler aus České Velenice hatten sich dazu unter Betreuung von Filmemacherin Anita Lackenberger und ihrem Team auf Spurensuche in die Vergangenheit begeben, zahlreiche Szenen der Zeit nach 1918 beiderseits der Grenze wurden gedreht.

Durch den Bewerb entstehe Neues, das Miteinander werde gestärkt, gratulierte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.