Trauer um Franz Riedl. Der Verstorbene war einst Unternehmer, Politiker, Kammerobmann, RK-Chef.

Von Karin Pollak. Erstellt am 04. März 2021 (05:18)
Kommerzialrat Franz Riedl starb am 21. Februar.
WK Gmünd

Mit dem Tod von Baumeister Franz Riedl verlieren Gemeinde Eisgarn, Rotes Kreuz und Wirtschaftskammer einen langjährigen Funktionär. Franz Riedl starb am 21. Februar im Alter von 88 Jahren – nicht einmal einen Monat nach dem Tod seiner Gattin Mathilde (88), die am 24. Jänner verstorben ist. Er bleibt durch Kompetenz, Engagement und Herzlichkeit in Erinnerung.

Als „Stiftsbaumeister“ geschätzt

Franz Riedl führte seinen Betrieb in Litschau 36 Jahre. 1958 trat er in den Betrieb seiner Eltern ein, führte neben dem Baumeister- auch ein Spenglereiunternehmen. Er war jahrelang Gesellschafter der Riedl Bau GmbH. „Dadurch haben wir in Eisgarn sehr viele Häuser und Plätze, die Franz Riedl als Baumeister geplant und errichtet hat. Er war eine Institution, hat auch viel in unserer Propstei gearbeitet. Der ehemalige Propst Ulrich Küchl hat Riedl immer als ‚Unseren Stiftsbaumeister‘ benannt“, betont Bürgermeister Günter Schalko.

Politisch war Riedl von 1972 bis 1980 Gemeinderat, danach zehn Jahre geschäftsführender Gemeinderat. Als Vizebürgermeister fungierte er von 1990 bis 1993. 1999 wurde ihm von der Marktgemeinde Eisgarn die Ehrennadel in Gold überreicht. „Er hat sich besonders für die Vergrößerung des Sportplatzes eingesetzt und dieses Projekt umgesetzt. Durch seine vielen Kontakte hat die Gemeinde natürlich profitiert“, sagt Schalko.

Vielfältige weitere Verdienste vom Roten Kreuz bis zur Feuerwehr

Viele Jahre trug auch die Wirtschaftskammer Gmünd Riedls Handschrift. Er war von 1985 bis 2000 Bezirksstellenobmann in Gmünd und 1982 bis 2000 Bezirksstellen-Ausschussmitglied, fungierte 1981 bis 1995 auch als Bezirksinnungsmeister des Baugewerbes. Beim Wirtschaftsbund war er in verschiedenen Funktionen aktiv, etwa als Bezirksgruppenobmann, Mitglied der Landesgruppenleitung oder als Gemeindegruppenvorstandsmitglied in Eisgarn.

Der ehemalige Präsident der Waldviertler Qualifikationsoffensive war außerdem Ehrenmitglied der Feuerwehr Litschau und im Verwaltungsausschuss der Sparkasse Litschau vertreten.

Beim Roten Kreuz war Riedl von 1981 bis 1995 Bezirksstellenleiter der Bezirksstelle Litschau, war auch Mitglied des Arbeitsausschusses und Vertreter des Waldviertels im Präsidium des NÖ Landesverbandes. Unter seiner Leitung wurde die Bezirksstelle Litschau neu gebaut.

Verabschiedung am 15. März

Für sein Wirken erhielt Franz Riedl unter anderem das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um Niederösterreich, das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich, die Julius-Raab-Medaille und Goldene Ehrennadel des Wirtschaftsbundes NÖ, die Verdienstmedaille des Lazarusordens, die Silberne Verdienstmedaille und das Dienstjahresabzeichen in Gold des Roten Kreuzes. – Verabschieden kann man sich von Franz Riedl am 15. März von 10 bis 14 Uhr in der Stiftskirche Eisgarn.