Gmünder Talk mit Nationalratsabgeordneter Kira Grünberg. Prominenter Gast bei Runde zu EU-Menschenrechte in Behindertenpolitik.

Von Anna Hohenbichler. Erstellt am 18. April 2019 (10:06)
Anna Hohenbichler
Diskussionsrunde mit der Abgeordneten zum Nationalrat Kira Grünberg (vorne, 5.v.l.) im Gmünder Rathaus: Organisatorin Silke Kropacek (Bildmitte) freute sich über die vielen Teilnehmer.

Die Tiroler VP-Nationalrats-Abgeordnete Kira Grünberg diskutierte vorige Woche auf Einladung von Silke Kropacek (Selbsthilfegruppe „Anders“) in Gmünd vor allem über die EU-Menschenrechte und deren Umsetzung in der Behindertenpolitik.

Grünberg, die bis zu ihrem Trainingsunfall im Jahr 2015 als Stabhochspringerin im Leistungssport tätig war, setzt sich mittlerweile in der Politik für Menschen mit Behinderung ein.

„Die weite Anreise hat sich gelohnt. Ich hoffe, dass wir einige wichtige Punkte der Behindertenpolitik ansprechen und aufarbeiten können“, erklärte Grünberg zu Beginn der Veranstaltung. Sie wolle möglichst viele Denkanstöße mit in den Nationalrat nehmen. Längere Anfahrtszeiten mussten auch andere Teilnehmer in Kauf nehmen, weshalb sich Silke Kropacek ganz besonders über die konstruktiven Gespräche freute – sie plane bereits weitere Arbeitskreise.

VP-Bürgermeisterin Helga Rosenmayer dankte Kropacek für die Organisation der Gesprächsrunde, zu der viele Interessierte begrüßt werden konnten. Einige von ihnen sind pflegende Angehörige oder selbst Betroffene, manche setzen sich aktiv für Verbesserungen ein, etwa für mehr Selbstbestimmung.

Eine große Forderung an die Zuständigen ist, dass die Abgeltung profitorientierter Arbeit, die Menschen mit Behinderung leisten und oft als „Beschäftigungstherapie“ abgetan wird, einer Abänderung unterzogen werden muss – weg vom Taschengeld und hin zu einer gerechten Entlohnung solle es gehen, wie gefordert wurde.