„Frontaler“ mit Folgen

Erstellt am 20. Februar 2013 | 00:00
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Foto: NOEN
Noch Schmerzen / Walter Schattauer und Günter Waldhäusl nach Brüchen am Weg der Besserung. Neues Einsatzfahrzeug für Rotes Kreuz.
Von Karin Pollak

HEIDENREICHSTEIN / Fünf Verletzte und ein total beschädigtes Einsatzfahrzeug des Roten Kreuzes – das war die Bilanz eines folgenschweren Frontalunfalls, den eine 19-jährige Pkw-Lenkerin am 14. Jänner auf der glatten Fahrbahn zwischen Waidhofen und Weinpolz verursacht hatte (die NÖN berichtete).

Aus der Sicht des Roten Kreuzes Heidenreichstein ist der Unfall bis heute nicht abgeschlossen. Einerseits muss das erst im Juni 2012 gekaufte Einsatzfahrzeug durch ein neues ersetzt werden, das am 21. März erwartet wird. „Das kaputte Fahrzeug hatte einen Wert von 63.000 Euro“, berichtet Markus Hobiger vom Roten Kreuz Gmünd. Von der Versicherung wird nur der Zeitwert ersetzt, den Rest muss das Rote Kreuz bezahlen. „Zwischenzeitlich haben wir ein gebrauchtes Auto gekauft, damit der Fuhrpark wieder vollständig ist. Dieses werden wir nach der Lieferung des neuen Wagens wieder verkaufen“, sagt Hobiger. Der Schaden für das Rote Kreuz hält sich somit in Grenzen.

Anders sieht es beim verletzten Sanitäter Walter Schattauer aus Motten aus. Nach dem Unfall wurde er ins Landesklinikum Waidhofen eingeliefert. Dort stellte sich heraus, dass er an einem Trümmerbruch am linken Fuß leidet, der in Horn operiert werden musste. Nach 18 Tagen im Spital konnte der 77-Jährige wieder nach Hause. Seither muss er, voraussichtlich bis Mitte März, einen Gips tragen und ständige Kontrollen beim Arzt und im Krankenhaus über sich ergehen lassen. „Mir geht es aber den Umständen entsprechend gut“, so Schattauer, der seit 55 Jahren beim Roten Kreuz ehrenamtlich mitarbeitet.

„Es war mein erster Krankenhausaufenthalt in meinem Leben. Mein Kollege Günter Waldhäusl und ich hatten aber großes Glück. Die schwere Verletzung wird auch wieder. Danke an die Ärzte und Schwestern im Horner Spital“, schaut Schattauer zuversichtlich in die Zukunft. Im März kommen die Drähte am Fuß raus und ab dann wird er auch wieder seine Kollegen in der Rot-Kreuz-Stelle in Heidenreichstein besuchen. „Ob ich weiter als Sanitäter arbeiten werde, kann ich noch nicht sagen. “

Günter Waldhäusl ist hauptamtlicher Rot-Kreuz-Mitarbeiter und saß beim Unfall hinter dem Steuer des Einsatzfahrzeuges. Er erlitt dabei einen Rippenbruch. „Seit 11. Februar arbeite ich wieder, Schmerzen habe ich aber schon noch“, so Waldhäusl.