„Geschehenes ist unfassbar“: Spendenkonto nach Tod von Thomas Schulner

Erstellt am 30. September 2022 | 10:24
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Foto: privat
Die Anteilnahme am Tod von Thomas Schulner, der am Dienstag bei einem Verkehrsunfall im Bezirk Zwettl verstorben ist, ist groß: Seitens der Gemeinde Waldenstein wurde für die Familie des Albrechtsers nun ein Spendenkonto eingerichtet. Neben der Feuerwehr trägt auch die Bezirkshauptmannschaft Gmünd Trauer.

Der 42-Jährige war Mitglied der Feuerwehr Gmünd und brachte sich dort in vielfältiger Art und Weise ein - vom Atemschutzgeräteträger, zum Einsatzmaschinisten, Kranführer, Zugskommandanten und stellvertretenden Leiter des Verwaltungsdienstes. "Thomas war zu jeder Tages- und Nachtzeit für die Feuerwehr verfügbar, um Menschen und Tieren in Notlagen bestmöglich zu helfen. Auch bei zahlreichen Unwettereinsätzen und Technischen Hilfeleistungen konnte man sich auf Thomas verlassen", sagt Kommandant Mattias Böhm: "Er war mit all seinem Können, seiner Menschlichkeit und seiner stets freundlichen Art eine unverzichtbare Stütze."

"Unsere Gedanken sind bei der Familie"

Schulner verbrachte seine Kindheit in Gmünd, trat mit 18 Jahren der Feuerwehr Gmünd Neustadt bei und hat auch bei der Zusammenlegung der Wehren Gmünd Stadt und Gmünd Neustadt einen wichtigen Beitrag geleistet. "Durch diesen schrecklichen Unfall ist unser Kamerad viel zu früh aus dem Leben gerissen worden, er hinterlässt eine große Lücke und fehlt uns", so Böhm.

Auch in seinem Wohnort Albrechts wurde er in der Dorfgemeinschaft und in der Feuerwehr für seine Hilfsbereitschaft und „das Herz am richtigen Fleck“ geschätzt, wie die Wehr auf Facebook mitteilt: „Unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit bei seiner Familie, seinen Freunden und seinen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Gmünd.“

Beliebter Mitarbeiter an der Bezirkshauptmannschaft

Die Bezirkshauptmannschaft Gmünd trauert ebenfalls um den Verstorbenen: Thomas Schulner war dort seit 2018 als Dienstkraftwagenlenker beschäftigt. "Der Unfall war für die ganze Bezirkshauptmannschaft ein großer Schock. Thomas Schulner war ein sehr beliebter Mitarbeiter und hilfsbereit wie selten ein Anderer. Das hat ihn im Haus sehr beliebt gemacht", sagt Bezirkshauptmann Stefan Grusch: "Durch die Dienstfahrten hatte er mit vielen Kollegen persönlichen Kontakt, war auch mit mir tausende Kilometer unterwegs."

Der Verkehrsunfall ereignete sich am Dienstagvormittag an der L68 im Raum Teichhäuser (Bezirk Zwettl). Bei einem Frontalzusammenstoß mit dem Pkw eines 22-Jährigen aus dem Bezirk Gmünd erlitt Thomas Schulner tödliche Verletzungen. Schulner sei für eine Dienstfahrt von Gmünd über Zwettl nach St. Pölten unterwegs gewesen, erklärt Grusch: "Wir wollen ein sichtbares Zeichen setzen und an der Unfallstelle einen Gedenkstein errichten lassen, in Gedenken an Thomas Schulner und als Warnung an alle Raser. Unser Mitgefühl ist ganz bei der Familie, wir wollen sie auch abseits des Finanziellen unterstützen."

Möglichkeit zur Verabschiedung am Montag

Für seine Familie wurde nun von der Gemeinde Waldenstein ein Spendenkonto eingerichtet. „Das Geschehene sei für alle unfassbar“, ist Bürgermeister Alois Strondl betroffen: „Thomas Schulner war nicht nur ein großartiger Familienmensch, sondern auch ein äußerst hilfsbereiter Mensch, der die Vereine und seine Mitmenschen immer unterstützt hat. Wir können ihm für das viele Gute, das er getan hat, nicht mehr danken.“

Mit den Spenden soll die Familie unterstützt werden. Thomas Schulner hinterlässt seine Gattin und zwei Söhne. Das Requiem findet am Montag um 14 Uhr in der Pfarrkirche Waldenstein statt, ab 11 Uhr gibt es die Möglichkeit zur Verabschiedung.

Spendenkonto Schulner Thomas, Raiffeisenbank Oberes Waldviertel, IBAN: AT79 3241 5000 0404 3329