Komplett neuer Auftritt: Solebad wird Sole-Felsen-Welt. Bad, Sauna und Hotel werden am Weg zum nächsten Gästerekord in Dachmarke vereint.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 19. September 2019 (12:05)
NOEN

Darf‘s ein bisserl mehr sein? Freilich: Das Sole-Felsen-Bad steuert gegen Ende des 13. Betriebsjahres auf einen neuen Besucherrekord zu. Nach sehr starken Sommermonaten liegt der Gmünder Tourismus-Turbo laut Geschäftsführer Bernhard Strohmeier um etwa 15.000 Gäste über der bisherigen Bestmarke aus dem Jahr 2017, alleine im August strömten 36.000 Menschen ins Bad.

Im Sommer herrschte allerdings nicht nur an der Badekasse Hochbetrieb: Ein monatelanger kreativer Prozess für die Schaffung eines neuen Außenauftrittes wurde abgeschlossen. Treuen Besuchern ist vorige Woche vielleicht schon aufgefallen, dass die bekannten Wellenlogos für Sole-Felsen-Bad und Hotel Sole-Felsen-Bad ihren Rückzug antraten.

Die zwei eigenständigen Betriebe mit insgesamt etwa 185 Beschäftigten werden nach außen zusammengeführt, sie sollen künftig als „Sole-Felsen-Welt“ in Erscheinung treten. Das O aus „Sole“ wird im Logo als identitätsstiftender blauer Ring eingeführt, der Bad, Sauna und Hotel vereint.

„Welt“ lasse Spielraum, enge nicht ein, freut Geschäftsführer Strohmeier die gefundene Lösung. Der Prozess sei zäh verlaufen, dann habe es mit dem Engagement der Werbeagentur „Die Jungen Wilden“ rasch klick gemacht: Die Linzer stampften in kürzester Zeit eine komplett neue Werbelinie aus dem Boden, die den Chef vollauf überzeugte: „Das ist modern, jugendlich, frisch, dynamisch.“

Den Schwung wird es in den kommenden Wochen brauchen – nach und nach sollen an die 600 verschiedene Posten vom Briefpapier über Visitenkarten, Folder und Übersichtskarten bis zu Schildern an Becken oder Saunatüren sowie Verkehrstafeln auf Linie gebracht werden. „Wir hatten nicht gedacht, dass die Umstellung derartige Herausforderungen birgt“, schmunzelt Strohmeier.

Auch neu: Zahlen im Bad wird bargeldlos

Mailadressen müssen genauso umgetauft werden wie ab Dezember der Homepage-Name. Ein gemeinsamer Onlineshop soll entstehen.

Die nächste Herausforderung lässt indes nicht lange auf sich warten: Mit 23. Oktober soll im gesamten Badeareal auf bargeldloses Bezahlen umgestellt werden.

Dafür wird ein eigenes Chipsystem für Armbänder eingeführt, das Konsumationen registriert und das Drehkreuz zur künftigen „Sole-Felsen-Sauna“ öffnet. Unter anderem müssen dafür im Kassenbereich zwei neue Nachzahl-Automaten in-stalliert werden. Bernhard Strohmeier spricht von einem „komplexen neuen System“, ist auf die eine oder andere Kinderkrankheit vorbereitet. Aber: „Es ist sinnvoll, wird die Abläufe auch für unsere Gäste vereinfachen und beschleunigen.“