NÖN-Story über Hackl-Schließung: Vielfältige Reaktionen

Erstellt am 18. Mai 2022 | 05:15
Lesezeit: 2 Min
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Die Türen vom Gasthaus Hackl am Schubertplatz bleiben nach über 60 Jahren langfristig geschlossen.
Foto: Anna Hohenbichler
Das Ende vom Gasthaus-Tanzcafé Hackl in Gmünd bewegt nicht nur die Wirtsfamilie. Die Nachnutzung ist noch offen.

Dankbarkeit, Wehmut, Überraschung, Verständnis: Die Reaktionen auf den NÖN-Beitrag zur Schließung des Gasthaus-Tanzcafé Hackl in der Vorwoche waren vielfältig.

Die Neustadt ohne Hackl sei nicht vorstellbar, es gehe nicht nur ein Treffpunkt, sondern sogar ein Stück Gmünd verloren, war online zu lesen. „Seit bekannt wurde, dass wir zusperren, sprechen uns die Leute an, sobald wir vor die Türe gehen“, erzählt Kerstin Hackl.

Sie hat das Gasthaus zuletzt wie berichtet gemeinsam mit ihrer Mutter Elisabeth und den fünf Mitarbeitern geführt, nachdem Vater Günter dem Beruf des Gastwirtes krankheitsbedingt schon länger nicht mehr nachgehen konnte. Die Familie höre oft, dass es schade sei, dass das Gasthaus zusperren musste, aber: „Meistens kommen Genesungswünsche und Verständnis für den Schritt, weil Gesundheit vor geht“, sagt sie. Elisabeth Hackl hat mit den Folgen einer Covid-Infektion zu kämpfen, eine erneute Öffnung war dadurch nicht mehr möglich. Was die Rückmeldungen noch zeigen: Es schmerzt, dass die Schließung das Aus für einen weiteren Treffpunkt in der Gmünder Neustadt bedeutet. „Es zeigt, dass auch so alte Wirtshäuser noch gebraucht werden“, meint Kerstin Hackl: „Bei uns waren alle beisammen – der Lehrer und der Doktor genauso wie der Maler und der Maurer.“

Was aus den Räumlichkeiten wird, ist noch offen – die Erhaltung sei ungenutzt freilich eine Herausforderung. Mit ein Grund, warum die vier Fremdenzimmer auch weiterhin vermietet werden.