Streit um 17,40 Euro: Kitzler ist im Recht. Bürgermeister schreibt Betrag nun als „uneinbringlich“ ab.

Von René Denk. Erstellt am 14. November 2019 (04:40)
Anwalt Edmund Kitzler; Pöllas Bürgermeister Günther Kröpfl
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Interessante Neuigkeiten im Fall der durch die Gmünder Kanzlei von Rechtsanwalt Edmund Kitzler nicht beglichenen 17,40 Euro für Kopien des Gemeindeamtes Pölla – die NÖN hatte über den Zwist berichtet: Die Kammer habe ihm Recht gegeben, betont Kitzler nun..

Denn Bürgermeister Günther Kröpfl habe sich auch bei der Rechtsanwaltskammer darüber beschwert, dass Kitzler die Kosten für die Kopien nicht übernehmen wolle. Der Jurist war und ist der Auffassung, dass diese Kosten seine Ex-Mandanten tragen müssen und nicht er. „Meine Rechtsauffassung hat auch die Rechtsanwaltskammer bestätigt. Hätte Kröpfl eine rechtliche Möglichkeit gehabt, hätte er sie genutzt“, ärgert es Kitzler, dass der Bürgermeister es mit dem NÖN-Bericht nicht darauf beruhen habe lassen.

"Ich weiß genau, was da rauskommt"

Zwischenzeitig habe er auch nachrecherchiert — nicht einmal „subsidiär“ müsse der Anwalt bezahlen, falls dies seine Ex-Mandanten nicht tun würden.

Der Anwalt meint weiters, dass der Bürgermeister „eigentlich rechtlich dazu verpflichtet“ sei, die Gebühren bei seinen Ex-Mandanten einzutreiben: „Es ist nicht in Ordnung, wenn er die Forderung nicht bei den tatsächlichen Schuldnern geltend macht!“

„Ich weiß genau, was da rauskommt. Wir haben gerade erst wieder einen Fall mit dieser Familie vor Gericht verhandelt. Mir geht es um den Charakter einer Rechtsanwaltskanzlei und nicht um die 17,40 Euro“, entgegnet Bürgermeister Günther Kröpfl im NÖN-Gespräch.

Er will den Betrag nun als „uneinbringlich“ abschreiben, denn Porto und Einschreiben wären zu teuer: „Da erspare ich uns die fünf Euro, die ich dann noch zusätzlich abschreiben müsste!“