Gmünd

Erstellt am 08. März 2018, 04:06

von Michael Schwab

Special Olympics-Maskottchen: 3.000 Stück in Handarbeit. „lebmit & bunttex“ in Gmünd produziert kleine Weltkugeln mit Armen und Beinen für Verein „Brücken bauen“. Die Herstellung ist aufwendig.

Die Athletin Anna-Sophie Friedl, Hans Schneider (Geschäftsführer Verein Brücken bauen), Erika Traudl Mittendorfer und Margit Mothe vom Verein Brücken bauen statteten „lebmit & bunttex“ einen Besuch ab. Gedik Hasibe, Brigitte Simperl, Daniela Hubacek, Helga Herzog, Silvia Bruckner, Barbara Eßlbauer und Elisabeth Pazour zeigten stolz einige der bisher gefertigten Maskottchen vor.  |  Michael Schwab

3.000 kleine Maskottchen für die Special Olympics Sommerspiele in Vöcklabruck im Juni werden derzeit vom sozialökonomischen Betrieb „lebmit & bunttex“ in Gmünd hergestellt.

Das Design war von den vierten Klassen der HLA für Mode in Ebensee entwickelt worden – insgesamt entwarfen die Schüler 80 Maskottchen-Vorschläge, aus denen dann die Athleten Anna-Sophie Friedl und Andreas Hackl zehn auswählten. Bei einem Facebook-Voting wurde schließlich der Vorschlag von Petra Burgstaller ausgewählt.

Das Maskottchen trägt den Namen „Mo“ und stellt eine Weltkugel mit Händen und Füßen sowie einer Krone auf dem Kopf dar. Dies soll die Offenheit der Special Olympics demons trieren, an denen auch Delegationen aus 13 Ländern teilnehmen. „lebmit & bunttex“ wurde über die sozialökonomische Initiative „goodworks“ mit ins Boot geholt.

privat

„Man fragte uns, ob wir uns vorstellen können, 3.000 kleine Maskottchen zu produzieren, und brachte uns mit dem Verein ‚Brücken bauen‘ zusammen, der für die Organisation der Spiele verantwortlich ist. Man hat uns dann ein Foto vom Entwurf geschickt, nach dem wir zwei oder drei Prototypen angefertigt haben, aus denen dann einer ausgewählt wurde“, erzählt Projektleiterin Michaela Holzschuh. „lebmit & bunttex“ unterstützt Frauen beim Wiedereinstieg in den Beruf in den Bereichen Textil und Lebensmittel.

Die Maskottchen werden von den Frauen in der Nähwerkstatt in Handarbeit hergestellt. „Die Arbeitsschritte werden aufgeteilt, eine ist für das Zuschneiden und Bemalen, eine für das Füllen und Zusammennähen und eine für das Anbringen der Arme und Beine zuständig“, erklärt Holzschuh. Je nachdem, wie viele Frauen anwesend sind, wird die Arbeitsaufteilung angepasst. Seit Oktober wird an den Maskottchen gearbeitet, rund die Hälfte der 3.000 Stück ist mittlerweile fertig.

„Wir werden diese Woche die erste Partie versenden. Mit dem Rest sollten wir im April fertig werden“, ist Holzschuh zuversichtlich, den Zeitplan einzuhalten.