Wirbel um Pächter: Wegen Acker vor Gericht. Wegen Problemen mit Pächter wandte sich Gertrude Brei an Gemeinde und Kammer. Die verweisen auf Gericht.

Von Karin Pollak. Erstellt am 02. Juni 2020 (05:11)
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Gertrude Brei fühlt sich von Behörden und Ämtern im Stich gelassen. Sie kämpft, wie sie selbst sagt, „gegen Windmühlen“.

Aktuell geht es ihr um ihren Acker mitten im Ort. „Der Pachtvertrag mit dem früheren Pächter, der darauf alte Siloballen und Reisig gelagert hatte, lief im März 2019 aus. Trotz mehrmaliger Aufforderung, das wegzuräumen, ist nichts passiert. Deshalb kann ich den Acker nicht weiterverpachten, Interessenten gäbe es einige“, sagt Brei. Mit dem bisherigen Pächter habe sie die Pacht als „Realleistung“ vereinbart. „Er hätte mir zur sehr geringen Pacht auch Kartoffel geben müssen. Die gab es nie, der Acker wurde ja nicht bearbeitet“, ist Brei verärgert. Sie fordert, dass Siloballen und Reisig entfernt werden, am Acker Erde aufgebracht wird. „Dann kann ich weiter verpachten.“

Weder bei der Gemeinde, noch bei der Bauernkammer gebe es Unterstützung. „Wir haben keine rechtlichen Möglichkeit, hier zu helfen. Das ist Sache des Gerichtes“, betont Kammersekretär Martin Spitaler. „Das ist ein privatrechtliches Problem“, bedauert man seitens der Gemeinde Litschau. Beide Institutionen kennen die Probleme von Brei, die bereits das Gericht eingeschaltet hat.

Rollstuhl nicht genehmigt

Ein zweites Problem beschäftigt die Gopprechtserin: Ihre 89-jährige Mutter, die über die Pflegestufe vier verfügt und von einer 24-h-Pflegekraft betreut wird, benötige einen Rollstuhl. Die Anträge seit 2016 seien abgelehnt worden. Brei: „Mittlerweile habe ich Anwalt und Anwaltskammer eingeschaltet, aber es gibt nach wie vor keine positive Erledigung.“ Immerhin: „In dem Fall könnte die Landwirtschaftskammer rechtlichen Beistand leisten“, meint Spitaler, der davon erst über die NÖN erfahren hat.