Erstellt am 15. Juni 2018, 03:40

von Markus Lohninger

Fake-Rechnungen mit BIOEM-Logo im Umlauf. Veranstalter warnt: Firma mit zweifelhaftem Hintergrund legt Ausstellern falsche Rechnungen mit BIOEM-Logo vor.

Symbolbild  |  Syda Productions/Shutterstock

Ungewöhnliche Nachwehen mit krimineller Energie nach der 33. Bio- und Bioenergiemesse BIOEM in Großschönau: Die Organisatoren sahen sich vorige Woche zu einer Aussendung an die Aussteller gezwungen, in der vor „Fake-Rechnungen“ gewarnt wird.

Konkret geht es um eine Firma namens „Fair Expo“ mit Konto in Weißrussland, die zumindest einen BIOEM-Partner mit einer bis Monatsende zu zahlenden, mit BIOEM-Logo versehenen Rechnung über 869 Euro konfrontierte. Die angeschriebene Firma aus Deutschland fragte zu ihrem Glück umgehend in Großschönau nach, was es damit auf sich habe.

Bislang gab es keine Geschädigten

„Gottseidank gab es bislang keinen Geschädigten“, sagt Werner Wachter vom Organisations- Team, der den Fall am Polizeiposten Großpertholz zur Anzeige brachte. Der eingesetzte Betrag sei frei erfunden gewesen.

„Fair Expo“ hat sich im Vorjahr einen zweifelhaften Namen gemacht, hatte unter anderem bei der Brünner und Prager Messe durch Fake-Angebote bzw. -Rechnungen fremdes Geld einsacken wollen. Die Wirtschaftskammer warnt seit Herbst 2017 vor einer Firma „Fair Expo“, die damals mit Adressen in London, Schweiz, Lettland und Georgien in Zusammenhang gebracht wurde – deren Existenz aber generell angezweifelt wird.

Durchaus gewünschte Nachwehen der BIOEM betreffen die „Photovoltaik-Challenge“, für die Bürgermeister Martin Bruckner (ÖVP) das Ziel mit mehr als 300 installierten PV-Anlagen für erreicht erklärt. Der größte Aussteller von PV-Anlagen habe über 80 Angebote in insgesamt sechsstelligem Eurowert legen können, ein Aussteller habe Anfragen für Dachflächen im Ausmaß von mehr als 400 Kilowatt Peak (kWp), die fünf Aussteller dürften die 1.000 kWp zusammen klar überschreiten.