Pensionist ließ Amt Thai-Reisen zahlen. Über Jahre bezog er die Mindestsicherung – doch die Auslandsaufenthalte verschwieg vitaler 77-Jähriger der BH.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 03. Juni 2020 (06:08)
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Ab dem Sommer 2012 begann ein Heidenreichsteiner, von der Bezirkshauptmannschaft Gmünd die Mindestsicherung zu beziehen. Damit ließ er es sich etwas zu gut gehen.

Er wurde vom Amt wie vorgeschrieben darüber informiert, dass er als Bezieher der Mindestsicherung Reisen und längere Aufenthalte im Ausland melden muss. Ja, das habe er gewusst und einige Reisen nach Thailand zu einem Freund auch gemeldet, erzählt der heute 77-jährige Waldviertler vor Gericht.

„Ich war leichtsinnig und habe das alles nicht so bedacht.“ Der bislang unbescholtene 77-Jährige

„Den überwiegenden Teil Ihrer Auslandsaufenthalte haben Sie aber nicht gemeldet“, entgegnet die Richterin, und sie will von dem Beschuldigten wissen, ob er vorhabe, den Schadensbetrag von über 19.000 Euro gutzumachen.

Ja, er habe schon eine monatliche Ratenzahlung vereinbart, erklärt der Waldviertler und beteuert: „Ich war leichtsinnig und habe das alles nicht so bedacht.“ Der bislang unbescholtene 77-Jährige wird wegen gewerbsmäßigen Betruges zu einer Bewährungsstrafe von acht Monaten verurteilt. Rechtskräftig.