Staatsanwaltschaft prüft FPÖ-Posting. Posting "stop muslims now" war angeblich nur "gegen radialen Islam".

Von Johannes Bode. Erstellt am 12. März 2015 (05:25)
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Das Facebook-Posting der FPÖ Heidenreichstein, das nach Verhetzungs-Vorwürfen von der Seite verschwand.
NOEN, screenshot: derstandard.at

„Der Standard“ und die „Wiener Zeitung“ berichten auf ihren Websites über ein Foto, das Peter Immervoll, Obmann der FPÖ Heidenreichstein, auf Facebook gepostet hat: Es zeigt eine junge Frau, die ein T-Shirt mit der Aufschrift „Stop muslims now“ trägt. Immervoll verweist auch im Gespräch mit der NÖN auf seinen Kommentar „Gegen radikalen Islam“, es gehe nicht gegen Muslime generell.

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NOEN, screenshot: derstandard.at

Der Spruch auf dem T-Shirt vermittle jedoch eine andere Botschaft, sagte Dina Malandi von der Anti-Rassismus-Organisation ZARA zur Wiener Zeitung: „Für uns erfüllt es definitiv den Tatbestand der Verhetzung.“ Man werde den Fall an die Staatsanwaltschaft weiterleiten.

Das Posting ist mittlerweile wieder von der Facebook-Seite der FPÖ Heidenreichstein verschwunden. „Die FPÖ Niederösterreich teilt diese Meinung nicht. Deshalb habe ich sofort die Entfernung des Postings veranlasst“, sagte FPÖ-Landesparteisekretär Christian Hafenecker der Wiener Zeitung. Immervoll dazu zur NÖN: „Das Posting ist von mir ausgegangen. In Österreich darf jeder seine Meinung äußern…“