Amaliendorf-Aalfang: Energie wird reduziert, sparen drängt aber nicht

Erstellt am 25. November 2022 | 04:14
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Auf beleuchtete Weihnachtssterne an Straßenlaternen wird heuer verzichtet.
Foto: shutterstock.com/Bogdan Sonjachnyj
Amaliendorf-Aalfang will Energieverbrauch nicht nur wegen Spargedankens einschränken. 2023 wird vorsichtig kalkuliert.

Die ersten Adventmärkte sind bereits über die Bühne gegangen, vielerorts deutet weihnachtliche Dekoration auf den bevorstehenden Advent hin, teilweise wurde auch schon Weihnachtsbeleuchtung installiert. In der Gemeinde Amaliendorf-Aalfang wird das heuer anders aussehen, als bisher gewohnt: Aufgrund der angespannten Klima- und Energiepreissituation habe man sich entschieden, die Weihnachtsbeleuchtung stark einzuschränken, erklärt Bürgermeister Gerald Schindl.

Die Weihnachtssterne an der Straßenbeleuchtung fallen demnach heuer weg, dahinter stehe ein „dringender Stromspargedanke“, so Schindl. Der Gemeinderat gab vorige Woche in der Sitzung einstimmig das Okay. Damit trotzdem weihnachtliches Flair aufkommt, gibt es sowohl in Amaliendorf als auch in Aalfang einen beleuchteten Weihnachtsbaum.

Die Projekte waren sehr kostenaufwendig, wir müssen uns im nächsten Jahr mit den Vorhaben etwas zurücknehmen.“ Gerald Schindl Bürgermeister, Amaliendorf-Aalfang

Energieverträge bis 2024 entspannen Situation

Dass die Heizungen in der Volksschule und im Bauhof in den vergangenen beiden Jahren von Öl auf Pellets umgestellt wurden, habe die CO 2 -Emissionen deutlich verringert, resümierte Gemeinderat und Energiebeauftragter Andreas Weber in seinem Energiebericht. „Wir haben beinahe alle Gemeindegebäude mit Photovoltaik ausgestattet und die Straßenbeleuchtung schon vor längerer Zeit auf LED umgestellt. Das trägt jetzt Früchte“, stimmt Bürgermeister Gerald Schindl zu. Von den derzeit hohen Energiepreisen sei die Gemeinde wenig betroffen.

Der Grund: Voriges Jahr wurden langfristige Strom- und Gasverträge bis ins Jahr 2024 abgeschlossen. Der Energieverbrauch soll laut Schindl dennoch gesenkt werden – neben der Reduktion der Weihnachtsbeleuchtung auch durch verringerte Objektbeleuchtung nachts und niedrigere Raumtemperaturen in Gebäuden.

Zurückhaltende Planungen fürs nächste Jahr

Die Gemeinderatssitzung in der Vorwoche war die letzte des heurigen Jahres – Zeit für einen Rückblick. In der Gemeinde Amaliendorf-Aalfang hat sich einiges getan: Die Sanierung der B30 samt Nebenanlagen war eines der größeren Projekte, dessen Ausfinanzierung noch nicht ganz abgeschlossen ist, wie Schindl erklärt. Daneben wurde auch beim Friedhof gearbeitet, dort unter anderem die Leichenhalle saniert. „Die Projekte waren sehr kostenaufwendig, wir müssen uns im nächsten Jahr mit unseren Vorhaben etwas zurücknehmen“, sagt er.

Das Budget für 2023 steht bereits, Ausgabensteigerungen ergeben sich vor allem bei den Personalkosten und Sozialumlagen. Die Energiekosten kommen „nur“ bei den Treibstoffkosten für den Bauhof-Fuhrpark zum Tragen. Als einziges größeres Projekt der kommenden Monate nennt Gerald Schindl die Fertigstellung der Spielanlage Oberaalfang samt Bedarfszuweisungsförderung über 40.000 Euro. Die barrierefreien WC-Anlagen und die Umzäunung wurden demnach fertiggestellt, die Spielgeräte sollen nächstes Jahr folgen.