Besondere Ehre: Alexander Fischer wurde Priester. Der Kirchberger Alexander Fischer wurde von Bischof Alois Schwarz zum Priester geweiht. Ein Primizgottesdienst findet am 7. Juli in seiner Heimatpfarre statt.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 07. Juli 2019 (03:03)
Wolfgang Zarl
Die Neupriester Alexander Fischer (Dritter von links) und Christoph Hofstätter wurden nach ihrer Priesterweihe von ihren Eltern empfangen. Im Bild mit Bischof Alois Schwarz (Mitte).

Der aus Kirchberg stammende Alexander Fischer wurde am 29. Juni von Bischof Alois Schwarz im St. Pöltner Dom zum Priester geweiht.

Hunderte Gläubige feierten den Weihegottesdienst mit, an dem auch Bischof emeritus Klaus Küng, Weihbischof Anton Leichtfried und der Regens der drei ostösterreichischen Priesterseminare (St. Pölten, Wien und Eisenstadt) Richard Tatzreiter teilnahmen. Mit Alexander Fischer wurde auch Christoph Hofstätter zum Priester geweiht.

„Darstellend, nicht herstellend, werdet ihr Menschen hineinheben in die sakramentale Wirklichkeit unseres Herrn“, gab Bischof Schwarz den beiden Weihekandidaten in seiner Predigt mit auf den Weg. Priestersein bedeute heute, „von der Jesusfreundschaft zu erzählen“, und aus dieser Freundschaft heraus andere auf ihrem Weg zu begleiten.

Schwarz schilderte in seiner Predigt die große Gnade, die Priester erleben können, „von der Gemeinde und den Menschen herkommend zu Gott, und umgekehrt“. Die Weihe „in persona Christi capitis“ bedeute, in der Sendung Gnadenmittel zu sein, „von Gott herkommend auf die Menschen zu, und von den Menschen her auf Gott zugehend“ und fügte hinzu: „Das erschreckt, wenn man das durchdenkt.“

„Was du kannst, das sollst du wagen“

Ausgestreckt auf dem Boden liegend wurde die Heiligenlitanei gebetet, danach wurde die Weihe durch das schweigende Handauflegen des Bischofs gespendet. Beim Primizsegen kniete das ganze Presbyterium vor den beiden jungen Priestern. Alexander Fischer und Christoph Hofstätter wurden von ihren Familien, Freunden, Wegbegleitern sowie vielen Geistlichen der Diözese bei ihrer Weihe begleitet. Bei einer Agape im Hippolythaus klang der Weihetag gemeinsam aus.

Neupriester Alexander Fischer, Jahrgang 1989, maturierte an der HTL Karlstein und studierte an der PTH Sankt Pölten sowie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Im März des Vorjahres empfing er die Diakonenweihe (die NÖN berichtete). Pastorale Erfahrungen sammelte der passionierte Organist in Maria Anzbach und Eichgraben. Sein Primizspruch lautet „Quantum potes tantum aude“ (lateinsich für: „Was Du kannst, das sollst Du wagen“).

Der Primizgottesdienst in seiner Heimatpfarre Kirchberg findet am 7. Juli um 9.15 Uhr mit einer Prozession vom Hauptplatz zur Kirche statt. Primizprediger ist Reinhard Knittel. Den Einzelprimizsegen wird Fischer bei der Vesper um 17 Uhr erteilen. Die Segnung des Primizkreuzes erfolgt bereits am 6. Juli um 18 Uhr in Hollenstein. Treffpunkt ist beim Ortseingang von Hollenstein. Am 8. Juli wird Fischer um 19 Uhr eine Messe für die Verstorbenen am Friedhof in Kirchberg zelebrieren und danach die Gräber segnen.