Jetzt ist es schon wieder passiert. Über einen politischen Schleudersitz.

Von Markus Füxl. Erstellt am 03. Juli 2019 (05:00)

Der österreichische Krimi-Autor Wolf Haas beginnt seine „Brenner-Romane“ gerne mit dem Satz: „Jetzt ist schon wieder was passiert.“ Würden Haas‘ Bücher in der Gemeinde Bad Großpertholz spielen, würde er vermutlich schreiben: „Jetzt ist es schon wieder passiert.“

Denn mit 29. Juni trat Bürgermeister Klaus Tannhäuser zurück. Der Bürgermeister-Stuhl in der Gemeinde ist ein wahrer Schleudersitz. Tannhäuser war nur 697 Tage in Amt und Würden. Sein Vorgänger Harald Vogler schaffte es knapp über drei Jahre und ist einer von vier Altbürgermeistern.

Schriebe Wolf Haas eine Geschichte über die politischen Leichen in Bad Großpertholz, er würde sie mit „Die Moorleiche“ betiteln. Denn es sind Konflikte um das Moorbad Bad Großpertholz, die im politischen Unterholz schwelen. Solche Querelen und Bürgermeister-Rücktritte bieten viel Raum für Spekulationen und sind guter Stoff für (Krimi)-Autoren. Eine stabile Gemeindepolitik im Sinne der Bürger sieht aber anders aus.