Es ist Zeit für etwas Konstanz. Maximilian Köpf über die laufenden Umbauten beim SV Horn.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 29. Juli 2020 (00:55)

„In der Mannschaft, im Umfeld, in der ganzen Stadt ist eine neue Euphorie zu spüren. Die wollen wir solange wie möglich aufrechthalten.“ Die beiden Sätze hat Reinhard Vyhnalek vor ziemlich genau einem Jahr gesagt. Kurz davor hatte Ehrenpräsident Thomas Kronsteiner seine alten Wegbegleiter inklusive Vyhnalek um sich geschart, um den SV Horn nach dem Japan-Debakel und dem folgenden Taumeln wieder auf Kurs zu bringen. Das gelang auch, die Euphorie war groß, der sportliche Neustart vielversprechend. Horn zählte zu den Besten der Liga. Dann aber kam der Einbruch. Auch zwei Trainerwechsel schafften keine Abhilfe. Am Ende war wieder Abstiegskampf.

Es ist heuer wieder einmal egal, auf welchem Platz Horn in der Endabrechnung der Zweiten Liga landet. Nach den Zwangsabstiegen der Vorsaison nahm heuer die Corona-Pandemie früh Spannung aus der Frage nach dem Klassenerhalt. Warum man dennoch wieder im Abstiegskampf verwickelt gewesen wäre, lässt sich natürlich sportlich erklären. Besonders die Defensivarbeit lässt oft zu wünschen übrig, offensiv lässt man zu viele Chancen aus.

Aber man sollte sich auch über etwas anderes Gedanken machen. Schaut man sich in der Liga um, so bauen die erfolgreichen Teams seit Jahren auf einem konstanten Stamm auf. Dasselbe Konzept verfolgen die anderen Waldviertler Top-Klubs, Schrems, Waidhofen und Zwettl. Auch fast jeder andere erfolgreiche Klub. In Horn jagt hingegen immer gefühlt ein Umbau den nächsten. Es wäre an der Zeit, dieses Konzept zu überdenken. Danken würden es wohl auch die Fans.