Weinviertler Hilfe für Waldviertler Hundehalterin

Erstellt am 30. September 2021 | 05:03
Lesezeit: 3 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_8192949_zwe39lainsitz_hilfe_fuer_hundehalterin_.jpg
Marco Friedrich und Petra Günther holten sich ihren Monty von der Hundezüchterin aus dem Lainsitztal, der um die 120 Chihuahuas behördlich abgenommen worden sind. Jetzt hilft das Pärchen, das Haus der Hundezüchterin wieder bewohnbarer zu machen.
Foto: privat
Weinviertler Paar kommt fast jedes Wochenende her, um Haus in Lainsitztal herzurichten.

Am und im Haus jener Hundehalterin, der vor einigen Wochen über 120 Chihuahuas behördlich abgenommen worden sind (die NÖN berichtete), wird fleißig gearbeitet – vor allem von einem Paar aus dem Bezirk Gänserndorf, das sich 2019 einen Chihuahua von der besagten Züchterin geholt hat. Das Spendenkonto, das Arbeitskollegen der Altenpflegerin eingerichtet haben, bleibt noch einige Tage aktiv. Bisher gingen noch keine Spenden ein.

„Die Bilder in den Medien von der Abnahme der vielen Hunde haben uns sehr betroffen gemacht. Wir erkannten das Gebäude, wo wir uns unseren Monty geholt haben. Damals war alles in Ordnung, wir haben maximal fünf Hunde gesehen“, erklärt Petra Günther, die mit ihrem Lebensgefährten Marco Friedrich ihrer Hundezüchterin sofort ihre Hilfe angeboten hat und seither fast jedes Wochenende im Lainsitztal verbringt.

„Die Wäsche waschen wir.“

„Es ist schon viel passiert, um das Haus wieder bewohnbar zu machen. Jetzt suchen wir dringend Hilfe beim Anschließen des Küchenherdes und beim Reparieren der Waschmaschine“, meint Günther. Im Erdgeschoß des Hauses wurde eine gebrauchte Küche aufgestellt, es gibt einen neuen Fliesenboden und eine gespendete Wohnwand im Wohnzimmer. „Das Erdgeschoß ist fast fertig. Wenn der Küchenherd angeschlossen ist, kann die Hausbesitzerin wieder kochen. Ihre Wäsche waschen wir, bis ihre Waschmaschine repariert ist“, erklärt Marco Friedrich, der auch am kommenden Wochenende mit seiner Lebensgefährtin ins Waldviertel kommt und von Freunden und Verwandten immer wieder unterstützt wird.

Das Spendenkonto bei der Raiba Oberes Waldviertel (IBAN: AT 85 3241000240 5342) läuft demnächst aus. „Wir haben damit gerechnet, dass nicht viele die Hundehalterin unterstützen werden. Bisher ist aber noch keine einzige Spende eingezahlt worden“, sagt eine Initiatorin. In Spendenboxen an der Arbeitsstätte kamen etwa 300 Euro zusammen. „Damit können wir den Transport der Küche und den Kleiderschrank bezahlen.“ Für die Kollegen sowie für die Weinviertler Petra Günther und Marco Friedrich geht es vorrangig darum, das Haus wieder bewohnbarer zu machen: „Alleine würde sie das nicht schaffen.“