Schrems stellt die Weichen Richtung Zukunft. Leserreporter: TINA-TEN

Erstellt am 08. August 2020 (15:15)
Pro FJB, G.H., TINA-TEN

Die Stadt Schrems hat als erste Gemeinde im Waldviertel eine Resolution verabschiedet, wo ein Vollausbau der Franz-Josefs-Bahn anstelle der Transitautobahn Europaspange gefordert wird.

 



Schremser gehen mit gutem Beispiel voran


Die Berichterstattung fokussierte vor sich allem auf der Ablehnung der angedachten Autobahn. Kaum thematisiert wurden die anderen Teile der Resolution. Diese fordert nämlich unter anderem wofür das versprochene Geld anstelle der Autobahn in der Region inverstiert werden soll.

Dort heißt es nämlich wie folgt: „Die dafür vorgesehenen Investitionsmittel sollen in einem ernst gemeinten und deutlich verstärkten Ausbau der Franz-Josefs-Bahn fließen.Das reicht von einem verbesserten Schienennetz, einer stündlichen Taktung, 1-2-3 Klimaticket, einer vernünftigen Ausstattung (WLAN, Steckdosen) bis hin zu einer Infrastruktur, die den die Landstraßen belastenden Güterverkehr weitgehend auf die Schiene verlegt.“ Diese Forderung zeigt deutlich auf, dass der bisher angekündigte FJB-Ausbau zu wenig ist und ein Vollausbau her muss. Dieser kostet einen Bruchteil des Autobahnbaues. Konkret bedeutet diese Forderung für die Schremser, dass diese in Zukunft für einen Euro pro Tag in ca. etwas mehr als einer Stunde mit dem Zug nach Wien pendeln könnten.

Wofür stehen eigentlich die Gegner dieser Resolution?

In den Medienberichten geht es vorrangig darum, wie dieser Beschluss zustande kam. Leider werden hier nicht die Befürworter*nnen zitiert, sondern großteils diejeningen zitiert die gegen diese Resolution gestimmt haben. Kaum berichtet wurde über die einzelnen Punkte der Resolution.

Doch was bedeutet die Ablehnung dieser Resolution eigentlich – wofür stehen die Mandatare, die GEGEN diese Resolution votiert haben? Diese Gruppe tritt nun gezwungenermaßen das erste Mal offen „GEGEN den Vollausbau der FJB“ auf.

Sie vertritt die Meinung, dass es auch in Zukunft besser ist, wenn jeder Schremser mit dem Auto in die Zentren pendelt – auch wenn es nur am Wochenende möglich ist heim zu kommen. Besser selbst eineinhalb Stunden mit dem Auto pendeln, 500 Euro aufwärts monatlich zahlen als sich im Zug fortzubewegen. Wer hat der hat…..

Zusätzlch soll nach ihre Vorstellung der internationale Transitverkehr mit tausenden Fahrzeugen täglich durch unsere Region brausen. Denn mit den derzeitigen Fahrzeugzahlen lässt sich ja bei weitem keine Autobahn argumentieren – somit muss neuer Verkehr angezogen werden.

Es wird von ihnen sogar behauptet, dass man mit „solchen Aktionen (Vollausbau der FJB) das Waldviertel beschädigen und Arbeitsplätze gefährden“ würde.

Behauptungen ohne Fakten – Heilsbringer Transitverkehr?

Bodenversiegelung, Klimaerwärmung, eine verplichtende Schadstoffreduktion und Lebensqualität dürften für manche Personen immer noch Fremdwörter sein – auch wenn der Borkenkäfer gerade dabei ist das Waldviertel zu entwalden. Im Gegensatz zu den Inhalten der Resolution werden von den Gegnern keine Zahlen angegeben, auf welche sich ihre Aussagen stützen. Es stellt sich aber die Frage, wessen Interessen von dieser Gruppe vertreten werden? Zumindest gibt es für solche Vorgänge mittlerweile eine Bezeichnung – das nennt sich „KlimaschMutzLobbyismus“.

Liebe SchremserInnen und Schremser – machen sie sich selbst ein Bild wie die Zukunft ihrer Stadt und die ihrer Kinder aussehen soll!

Wir hoffen auf weitere Gemeinden, die dem Schremser Vorbild folgen und auf eine nachhaltige Verkehrsstrategie setzen.

Eure Initiative Pro FJB!