Copart-Jubiläum klang emotional aus

Kreative Cops treffen seit 25 Jahren in Litschau aufeinander. Jetzt wurde groß gefeiert.

Anna  Hohenbichler
Anna Hohenbichler Erstellt am 18. September 2021 | 04:20
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Feierten 25 Jahre „Copart“: Manuela Kollmayer, Heinz Tischer, Ernst Köpl, Franz Brunner, Karin Pöllmann, Franz Gruber, Franz Stiefsohn, Bruno Egger, Miracle und Annette Oyeneyin.
Foto: Christine Deutsch

Als vor 25 Jahren eine Gruppe kreativer Exekutivbeamter zusammenkam und im Norden des Bezirkes künstlerisch tätig wurde, formierte sich der Verein „Copart“ um Ernst Köpl. „Dass es eine einmalige Sache ist, habe ich von vornherein nicht erwartet“, erinnert er sich. Anlässlich des Jubiläums lud der Verein nun gemeinsam mit der Stadtgemeinde in den Kulturbahnhof Litschau. Neben der Kreativität standen auch die Emotionen im Zentrum.

Er wollte mit dem Verein immer mehr machen als „nur“ malen und musizieren, sagt Köpl: „Wir haben den Kontakt mit den Menschen gesucht und mit wirtschaftlichen und kulturellen Institutionen.“ Seit 1996 treffen einmal jährlich kreative Exekutivbeamte aus ganz Österreich zum Workshop in Litschau ein. Mit dem Verein war Köpl einer der Ersten, die im Kulturbahnhof tätig wurden. „Heute ist er als Kulturlocation voll genutzt“, meint er: „Im Anfangsstadium haben wir sicher dazu beigetragen.“ Dank gebühre auch der Stadtgemeinde Litschau für deren Unterstützung.

Dank kam bei der Feier auch von Stadträtin Maria Ergott in Vertretung vom Bürgermeister Rainer Hirschmann – und eine „Geburtstagstorte“. Beim emotionalen Abschlussabend des heurigen Workshops ließ Vereinsgründer Köpl Höhepunkte der Kreativwochen Revue passieren. Insgesamt seien vor allem die kleinen Dinge in Erinnerung geblieben, erzählte er. Abgerundet wurde der Rückblick mit musikalischen Schmankerln von Köpl, Annette und Miracle Oyeneyin, Karel Pixa und Manfred Ergott. Darunter war auch das Stück „Hold my Hands“, das Köpl sehr am Herzen liegt.

Das abschließende Beisammensein wurde nicht nur von in der Kreativwoche geschaffenen Bildern begleitet, sondern mündete auch in einem tollen Finale der „Band des Abends“.

Covid-Blues: „Die Luft ist dünner als früher“

Dass es rund um Kultur-Tausendsassa Köpl ruhig werden könnte, glaubt auch er nicht: Neben Copart-Workshops organisiert er viele weitere Events im Waldviertel. „Solange ich Luft zum Atmen habe und Energie, mache ich weiter. Theoretisch habe ich schon fünf Mal aufgehört, aber immer wieder weitermacht“, sagt er. Die Pandemie habe aber doch Spuren hinterlassen: „Läuft es 2022 nicht in halbwegs geregelten Bahnen, wird es ein bisschen kritisch. Die Luft ist dünner als früher.“

Und obwohl Ernst Köpl kein gebürtiger Litschauer ist, verbinden ihn nach 25 Jahren Copart längst nicht mehr nur seine Vorfahren mit der Stadt: „Ich habe Litschau immer als meine Heimat befunden.“