Feuerwehrhaus: Neubau bei Bauhof fix – aber bitte günstiger

Erstellt am 23. September 2022 | 04:09
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Dass die Tage des Feuerwehrhauses am Stadtplatz gezählt sind, steht an sich fest. Wann es an den Neubau gehen kann, aber noch nicht.
Foto: AnnaHohenbichler
Kostenschätzung geht von über einer Million Euro für neues Feuerwehrhaus aus. Arbeitsgruppe soll nun Sparpotenzial prüfen.

Einmal mehr beschäftigt der geplante Neubau des Litschauer Feuerwehrhauses die Stadtpolitik. Im November 2020 wurde wie berichtet eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich mit dem Thema beschäftigt. Seither gab es mehrere Treffen – und Ideen, wie das Feuerwehrhaus künftig aussehen könnte. Der Standort ist inzwischen zwar weitgehend fix, das angedachte Konzept soll allerdings unter dem Aspekt der Kostenminimierung überarbeitet werden.

ÖVP-Stadtrat Thomas Steiner, gleichzeitig Sprecher der Arbeitsgruppe, berichtete unlängst im Gemeinderat vom aktuellen Stand der Dinge rund um den Neubau. Als Standort habe man das Areal beim Wirtschaftshof ausgewählt, eine erste Kostenschätzung liege bei etwa 1,1 Millionen Euro. „Das ist recht hoch. Aber klar, momentan ist es für Bauunternehmen schwierig, stabile Preisauskünfte zu geben“, sagt er.

„Nicht optimal, aber besser als jetzt.“

Die Polt GmbH aus Vitis wurde mit der Erstellung von Planungsunterlagen beauftragt (5.300 Euro inkl. Umsatzsteuer). Das derzeit hohe Preisniveau sei eine Herausforderung fürs Projekt, beteuert Steiner: „Wir sehen uns jetzt an, wo es noch Potenziale gibt, um die Kosten zu senken.“ Dabei gehe es etwa um Fragen wie die Gestaltung eines im Konzept vorgesehenen Mehrzweckraumes. Seitens der Feuerwehr hatte man den Standort beim Wirtschaftshof in der Reitzenschläger Straße für einen Neubau des Feuerwehrhauses wie berichtet nicht gerade bevorzugt.

„Es ist nicht optimal, aber wäre jedenfalls besser als die jetzige Situation“, sagt Feuerwehr-Kommandant Reinhard Hable nun: „Wir sind uns darüber einig, was wir von der Feuerwehr zu leisten bereit sind. Jetzt wird es an der Gemeinde liegen, die finanzielle Frage zu klären.“ Man orientiere sich ohnehin nur an den vorgegebenen Mindeststandards, betont er: „Der Plan hat keinen Firlefanz, daher sehe ich kaum Einsparungspotenziale.“

Preissteigerungen erschweren Großprojekt inklusive Leichenhalle

 Anstoß für die Überlegungen zu einem Neubau des Feuerwehrhauses war wie berichtet der Zustand am aktuellen Standort am Stadtplatz mit notwendigen Renovierungen, Platzknappheit und die Parksituation am Stadtplatz im Einsatzfall. Das Feuerwehrhaus wurde schließlich Teil eines Großprojektes rund um Neugestaltung von Wirtschaftshof, Leichenhalle und Friedhof.

Die Idee sah vor, dass die Leichenhalle beim Friedhof neu gebaut wird und dieser zu einem „Waldfriedhof“ umgestaltet wird. „Alles, was an Kostenvorschlägen gekommen ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht durchführbar“, schüttelt Stadtamtsleiter Jürgen Uitz aufgrund der Preissteigerungen den Kopf. Auch hier sollen Optimierungsmöglichkeiten geprüft werden: „Alles, was wir jetzt zu teuer bauen, müsste letzten Endes von den Bürgern bezahlt werden. Das wollen wir nicht.“