„Müssauer“: Neues Jahr bringt Veränderungen, Renovierung steht bevor

Erstellt am 01. Dezember 2022 | 04:32
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8537113_gmu48nord_litschau_muessauer.jpg
Einst Eigl, derzeit noch Müssauer und im Frühling etwas ganz Neues: Bäckerei, Café und Pension stehen spannende Zeiten bevor.
Foto: Anna Hohenbichler
Traditionscafé mit Bäckerei und Pension in Litschau wird Rundumerneuerung unterzogen und soll im Frühjahr mit neuen Betreibern durchstarten.

Darüber, wie es im prägnanten violett-weißen Doppelhaus am Litschauer Stadtplatz weitergeht, wird schon seit längerer Zeit gerätselt. Nun ist fix: Bäcker- und Konditormeister Andreas Müssauer wird mit Jahresende seine Zelte in Litschau abbrechen. Nach einer mehrmonatigen Renovierungspause soll die einstige Bäckerei-Café-Pension Eigl ab dem Frühling in neuem Glanz weiterhin Zukunft haben.

Andreas Müssauer führt den Bäckerei- und Konditoreibetrieb in Waidhofen in dritter Generation, 2013 richtete er die Filiale in Litschau ein. Neben einem Verkauf verfügt diese auch über ein Kaffeehaus, einen Gastgarten und eine Pension mit Fremdenzimmern.

Der Abschied fällt nicht leicht

Die Entscheidung, Litschau zu verlassen, sei ihm nicht leicht gefallen, beteuert Müssauer auf NÖN-Nachfrage: „Ich habe viele tolle Leute kennengelernt, es hat mir gut gefallen und deshalb habe ich mich auch eingebracht.“ Alleine schon aus touristischer Sicht genießt der Betrieb einen hohen Stellenwert. Was ihn schon in der ersten Jahreshälfte zum Überlegen brachte, waren vor allem auch die Energiekosten. „Das war definitiv ausschlaggebend und wäre in der aktuellen Situation so nicht mehr finanzierbar gewesen, sagt Andreas Müssauer.

Die Geschichte der Bäckerei Eigl am Stadtplatz 71 in Litschau geht auf das Jahr 1744 zurück. 1968 wurde eine Café-Konditorei mit eigener Erzeugung und mit angeschlossener Pension zur Vermietung von Fremdenzimmern am Stadtplatz 66 eröffnet. Das „violette Haus“ ist seither sowohl Einheimischen als auch Besuchern der Schrammelstadt bekannt.

Umstrukturierung für mehr Angebot

 Das einzigartige Erscheinungsbild soll deshalb auch beibehalten werden, betont Andreas Griessbacher, Miteigentümer der Maroand GmbH, in deren Besitz beide Gebäude sind und die den Betrieb ab nächstem Jahr selbst – also ohne Pächter – führen möchte. „Es sind einige Umbau- und Renovierungsarbeiten nötig. Wir sprechen von einem alten und großen Gebäude, das auch beheizt werden muss“, sagt Griessbacher. Im Erdgeschoß soll das Café jedenfalls bestehen bleiben, wenn auch in veränderter Form: „Wir werden die Mitarbeiter nicht übernehmen, im Café ist Selbstbedienung ohne Servicepersonal geplant.“

Ein Verkaufsbereich soll beibehalten werden, mit drei räumlich voneinander getrennten Abschnitten allerdings auch für zwei andere Anbieter, die laut Andreas Griessbacher noch nicht feststehen, Platz bieten. Der Verkauf und das Café sollen hingegen von der Maroand GmbH betrieben werden. Genauso wie die Pension mit etwa einem Dutzend Fremdenzimmern. Auch sie werden einer Rundumerneuerung unterzogen, ehe im „violetten Haus am Platz“ Wiedereröffnung gefeiert wird. Ab Jänner ist der Betrieb geschlossen – läuft alles nach Plan, soll der Umbau im April abgeschlossen sein.