Notar kaufte Sparkassen-Gebäude. Der Litschauer Gerald Wagner plant Um- und Zubau bis 2021.

Von Markus Füxl. Erstellt am 10. Juli 2019 (04:45)
Notariat Litschau

Große Pläne hat der Litschauer Notar Gerald Wagner. Er kaufte das Sparkassen-Gebäude am Hauptplatz. Bis 2021 möchte er mit seinem Notariat dorthin übersiedeln.

„Ich habe zu wenig Platz in meinem aktuellen Notariat. Seit vergangenem Jahr suche ich einen Ort, um meine Kanzlei dort einzurichten“, erklärt Wagner im Gespräch mit der NÖN. Seine WG Immo Invest GmbH kaufte das Gebäude bereits im März von der Hauer Gebäudeverwaltungs GmbH. Zur genauen Ablösesumme möchte Wagner nichts sagen.

„Im dann alten Notariat kann ich mir Wohnungen, ein Archiv oder Räume für die Polizei vorstellen.“Bürgermeister Rainer Hirschmann

Der Plan ist, die dort eingemietete Sparkassen-Filiale im Erdgeschoss umzubauen. Die Angestellten würden mit weniger Fläche auskommen. Dort gibt es einen großen Schalterraum, aber seit Langem nur mehr einen Schalter. Dem Vernehmen nach sind zwei große Besprechungsräume geplant. Außerdem dürfte der Schalterbereich modernisiert werden. Für die Kunden dürfte sich also nichts ändern.

Die Filiale soll im rechten vorderen Teil des Gebäudes bestehen bleiben. Den linken Abschnitt, wo die Galerie ist, möchte Wagner mit einem Zubau nach hinten für sich nutzen. „Aktuell habe ich 105 Quadratmeter. Im neuen Gebäude wird das Notariat etwa 200 Quadratmeter haben“, erklärt er.

Mit dem Um- und Zubau soll ein neuer Besprechungs- und Aufenthaltsraum sowie ein weiterer Büroraum Platz finden. Aktuell beschäftigt Wagner drei Mitarbeiter in seinem Notariat. Mit dem Umzug dürfte auch eine Personalaufstockung erfolgen. „Ich kann mir auch vorstellen, einen Juristen aufzunehmen“, sagt Wagner.

Christian Freitag, Notariat Litschau
Gerald Wagner möchte mit seinem Notariat in das Sparkassen-Gebäude übersiedeln.

Aktuell läuft die Planungsphase. 2020 soll das Projekt in die Bauphase gelangen. „2021 möchte ich einziehen“, sagt der Notar.

Bereits 2018 zeigte Wagner Interesse, sein Notariat im Stadtamt zu erweitern und den Dachboden des Amtsgebäudes auszubauen. Daraus wurde aber nichts. „Auf flacher Erde zu bauen ist deutlich einfacher, als ein Dach auszubauen. Auch dass ich das Sparkassenhaus im Eigentum habe, macht es einfacher“, sagt Wagner.

Was mit dem aktuellen Notariat im Litschauer Stadtamt passieren soll, ist noch offen. „Der Umzug von Gerald Wagner liegt noch weit in der Zukunft, das ist nicht das Dringlichste“, sagt Bürgermeister Rainer Hirschmann. Früher waren im Obergeschoss des Amtes Wohnungen. „Dass wir wieder Wohnfläche dort hinein machen, ist denkbar, aber nicht die einzige Möglichkeit“, sagt Hirschmann. So könnte die Gemeinde die Fläche als Archiv nutzen. Auch eine Nutzung gemeinsam mit der angrenzenden Polizeiinspektion sei denkbar, betont der Bürgermeister.