Verein "Sportunion Granit Schrems" wieder aufgelöst. „Innerparteiliche Turbulenzen“: Verein von Edith Oberbauer verschwand kurz nach Gründung wieder. Gruppe um Viktoria Prinz geht eigene Wege.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 16. Februar 2019 (05:23)
Christine Deutsch
Die begeisterten Teilnehmer beim Cachibol-Schnuppertraining mit Elisabeth Speiser-Havel (Generalsekretärin Mamanet Austria), Edith Oberbauer (Sportunion Granit Schrems) und Gemeinderätin Viktoria Prinz.

Erst im Herbst 2018 wurde die „Sportunion Granit Schrems“ im Zuge eines Studienprojektes der Niederschremserin Edith Oberbauer mit großen Plänen aus der Taufe gehoben, mit Ende Jänner wurde der Verein per Bescheid der Bezirkshauptmannschaft als aufgelöst dokumentiert.

Gründungsobfrau Oberbauer und Stellvertreterin Viktoria Prinz sprechen auf NÖN-Nachfrage von unterschiedlichen Auffassungen. Oberbauer selbst begründet das Ende primär als Folge von „innerparteilichen Turbulenzen“ in der SPÖ, die es unlängst erst auf die Titelseite der NÖN geschafft hätten. Prinz, die wie berichtet einen Konflikt als SP-Gemeinderätin mit SP-Bürgermeister Karl Harrer öffentlich gemacht hatte, dementiert einen politischen Hintergrund. Sie hatte ihre Vorstands-Funktion im Verein jedenfalls bereits im Herbst zurückgelegt, nach erfolgloser Nachfolgersuche blieb – so Oberbauer – dann nur die Auflösung übrig.

„Schade, dass ‚meine Vereinsidee‘ nicht verstanden und unterstützt wurde – ganz einfach gesagt: ‚Nicht auf fruchtbaren Boden gefallen ist‘“, blickt Edith Oberbauer zurück. Gänzlich ohne Zukunft dürfte ihre Aufbauarbeit jedenfalls nicht sein.

 „Mamanet“ wird eigene Sektion im ASV Schrems

 Eine Gruppe um Viktoria Prinz schloss sich der von Oberbauer vorgestellten „Mamanet“- Sportbewegung an, trainiert regelmäßig im größeren Turnsaal von Volks- und Mittelschule Schrems die Teamsportart „Cachibol“ für Frauen mit und ohne Kind ab 30. Inzwischen wurde, so Prinz, auch schon eine eigene Mamanet-Sektion innerhalb des ASV Schrems ins Leben gerufen. Sektionsobfrau ist demnach sie selbst, ihre Stellvertreterin ist Elisabeth Kaufmann-Fürnkranz, Tatjana Altrichter ist Kassierin und Brigitte Greiner die erste Schriftführerin.

Immerhin mehr als ein Dutzend Frauen macht laut Prinz regelmäßig bei Trainings mit. Das Ziel sei es, sich künftig „auch mit anderen Kolleginnen hobbymäßig zu matchen“. Unter anderem wird inzwischen auch in Heidenreichstein regelmäßig trainiert.