Den Zauber des Naturparks Blockheide entdecken. Naturpark in vielen Facetten erleben: Beliebtestes Naherholungsziel des Bezirkes Gmünd steht ab Mitte Mai im Fokus eines reichhaltigen neuen Führungs-Programmes.

Von Markus Lohninger. Update am 26. April 2019 (17:03)
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Symbolbild

In gut drei Viertel aller in Gmünd gebuchten Fremdenführungen werden Gästen die Schönheiten des Naturparks Blockheide Gmünd-Eibenstein gezeigt. Der Andrang dürfte sich noch weiter steigern: In Zusammenarbeit von Blockheide-Verein und Stadtgemeinde wurde über den Winter ein dickes Paket an zusätzlichen Programmpunkten geschnürt.

18 Führungen als Ergänzung zum bestehenden Programm wurden vom Verein für 18. Mai bis 13. Oktober auf die Beine gestellt, die Abwicklung samt Anmeldungen läuft über das Tourismusbüro der Stadt Gmünd (Übersicht: www.blockheide.at). Die Herausforderung sei weniger die Themenfindung als die Suche nach Personal gewesen, das vorhandenes Wissen gut weitergeben kann, sagt Tourismus-Stadtrat Alexander Berger (VP). Umso glücklicher ist er mit dem Ergebnis: „Es ist für Gäste, aber auch für Einheimische interessant. Das Programm soll nach dem ersten Jahr, wenn nötig, adaptiert werden und zur Dauereinrichtung werden.“

Büffel kommen retour – und werden besucht

Im August und September stehen an vier Nachmittagen Kräuterführungen mit Daniela Somloi an. Das Waldviertler Urgestein Roland Kernstock lädt ab 18. Mai ebenso oft zur Erwanderung des „Zaubers des Nordwalds“ mit anschließender Jause.

Abwechslung versprechen indes sechs Themen-Frühschoppen: Apothekerin Isabella Kitzler berichtet am Weg ins Schutzhaus über „Heilkräuter in der Blockheide“, Walter Macho lädt zum „Reviergang mit dem Jäger“, Johann Hofbauer entführt zur „Sensenmahd“ und Christian Bauer zur Fototour, Gartenexpertin Luzia Marchsteiner fragt „Was wächst und blüht denn da?“, Florian Ruzicka stellt zum Abschluss die Bereiche Natur und Bewirtschaftung gegenüber.

Neu sind auch vier Führungen zu den Wasserbüffeln am Fuße des Naturparks durch Ernst und Max Wandaller, Axel Schmidt bzw. Besitzer Werner Altmann, der diese Woche 16 Tiere vom Winterquartier in Stadlberg nach Gmünd übersiedeln will. Der Weg durchs Überschwemmungsgebiet wurde im Winter in Mitleidenschaft gezogen. Der Gemeinderat hat per Grundsatzbeschluss die Option geschaffen, den Weg durch Furten und Durchlässe resistenter gegen Hochwässer zu machen, die Hälfte der Kosten (etwa 30.000 Euro) werden gefördert. Das müsse, so Stadtrat Berger, nicht gleich geschehen, erscheine mittelfristig aber als sinnvoll.