Eifersucht: Rivalin die Nase gebrochen. Verletzte: „Ich bekam Glas ins Gesicht geknallt, nur weil ich den Ex-Freund gegrüßt habe.“ Geständnis bringt Diversion.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 13. Februar 2019 (04:01)
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Symbolbild

„Wir waren in Nonndorf bei einem Zeltfest und trafen dort auf die Ex-Freundin meines Gefährten. Sie hat sich wieder an ihn rangemacht, und ich konnte mir ihr Geturtel nicht mehr länger mitanschauen“, schildert eine 20-Jährige vor Gericht, wie sie beim Anblick der flirtbereiten Vorgängerin in Nonndorf bei Waidhofen die Fassung verloren habe und ihr die Hand ausgekommen sei: „Ich geriet so in Wut über ihre Angraberei, dass ich ihr eine g‘schmiert habe, mit einem Bierkrug in der Hand.“

Die mutmaßliche Rivalin, eine 24-Jährige aus Weitra, erlitt eine schwere Verletzung (Nasenbruch mit Knickbildung am Nasenbein, hat jetzt Probleme bei der Nasenatmung).

 „Darf man nicht einmal den Ex-Freund grüßen?“

 „Plötzlich stand sie wie eine Furie vor mir und knallte mir das Glas ins Gesicht, dann erinnere ich mich nur mehr an das Blut. Ich habe doch gar nix gemacht. Darf man jetzt nicht einmal seinen Ex-Freund grüßen?“, erzählt das Opfer, das noch immer mit Nasenproblemen zu kämpfen hat.

„Es tut mir leid“, beteuert die 20-Jährige. Das reumütige Geständnis bringt der Einsichtigen und bislang Unbescholtenen eine Diversion: Nach Zahlung einer Geldbuße von 2.000 Euro wird das Strafverfahren wegen schwerer Körperverletzung eingestellt.