Kirchberg/Walde: Weniger Zustimmung für Schützenhofer. Karl Schützenhofer bei Bürgermeisterwahl in Kirchberg/Walde mit Einbußen, aber trotzdem klar bestätigt. Markus Pollack bleibt Vize. Rochade bei SPÖ.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 21. Februar 2020 (15:16)
Der neu konstituierte Kirchberger Gemeinderat: Bernhard Polzer (ÖVP), Markus Holzmüller, Gerhard Böhm (beide SPÖ), Wolfgang Weißenböck, Friedrich Past (beide ÖVP), Werner Fischer, Maria Lessnigg (beide SPÖ), Harald Lebinger, Bürgermeister Karl Schützenhofer, Rainer Benischek, Vizebürgermeister Markus Pollack, Markus Schützenhofer, Gerlinde Polzer, Walter Senger, Wolfgang Weixelbraun, Herbert Bartl (alle ÖVP), David Böhm (FPÖ), Norberg Edinger (WFK) und Thomas Steininger (ÖVP; von links).
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Der neue und alte Bürgermeister von Kirchberg heißt Karl Schützenhofer. Er wurde bei der konstitutionellen Sitzung am 18. Februar wiedergewählt. Vom guten Abschneiden 2015, als er 18 der 19 Stimmen bekam, ist er diesmal aber um einiges entfernt. Schützenhofer zeigt sich darüber enttäuscht, betont aber auch: „Ich wurde trotzdem mit Zwei-Drittel-Mehrheit gewählt.“

13 gültige Stimmen gab es bei der geheimen Wahl für den Bürgermeister – das entspräche dem Mandatsstand der ÖVP, dazu wurden vier leere Stimmzettel abgegeben und zwei auf denen nur „Schützenhofer“ stand – diese beiden waren ungültig. „Da mein Sohn Markus auch im Gemeinderat sitzt, reicht der Nachname alleine nicht“, erklärt der wiedergewählte Bürgermeister. „Ob das ein Versehen oder Absicht war – ich weiß es nicht.“ Kurios: Derselbe Fehler verhinderte 2015 die Einstimmigkeit bei Schützenhofers erster Bürgermeisterwahl, damals fehlte der „Karl“ einmal.

Alfons Payr schied überraschend gesundheitsbedingt aus

Unstimmigkeiten gab es auch über die der Zahl der geschäftsführenden Gemeinderäte. Norbert Edinger (WFK) beantragte, die 2015 auf sechs erhöhte Zahl aus Kostengründen wieder auf fünf zu verringern. Er fand den Zuspruch aller Oppositionsparteien. Die 13 ÖVP-Mandatare stimmten dagegen. „Wenn gut gearbeitet wird, kommt das Geld in der Periode mehrmals wieder rein“, ist Schützenhofer überzeugt. Markus Pollack (der auch wieder zum Vizebürgermeister gewählt wurde), Wolfgang Weixelbraun, Harald Lebinger, Friedrich Past und Markus Schützenhofer (alle ÖVP) und Werner Fischer (SPÖ) ziehen in den Gemeindevorstand ein.

Wie dort büßte die SPÖ auch im Prüfungsausschuss einen Platz ein. Gerhard Böhm als Obmann ist dort jetzt einziges rotes Mitglied. Sein Stellvertreter ist Rainer Benischek (ÖVP). Zudem wurden Herbert Bartl, Walter Senger und Wolfgang Weißenböck in das Gremium gewählt.

Eine überraschende Änderung gab es noch im Gemeinderatsteam der SPÖ. Alfons Payr musste kurz nach der Wahl wegen gesundheitlicher Probleme auf sein Mandat verzichten. Markus Holzmüller rückte nach.

„Alles in allem war es die ruhigste Gemeinderatssitzung, die ich erlebt habe“, schmunzelt Schützenhofer. Anders könnte das am 27. Februar bei der ersten Arbeitssitzung werden – dabei werden auch die Ausschüsse besetzt. 

Die Mandatsverteilung:
ÖVP 13, SPÖ 4, FPÖ 1, WFK 1