Gmünder Flüchtlingspark: SPÖ-Kritik an Verzögerung

Erstellt am 21. Januar 2022 | 04:51
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Weg durch Gmünder Flüchtlingspark nun komplett ausgeleuchtet. SPÖ fordert Tempo bei Rest des Attraktivierungs-Konzeptes.

Seit einigen Tagen erstrahlen Teile des Flüchtlingsparks in der Gmünder Neustadt in neuem Glanz – einige neue LED-Lichtpunkte erhellen nun den Weg auch in Richtung der Bundesstraße. Der SPÖ geht das nicht weit genug.

„Was ist mit dem Gesamtkonzept zur Attraktivierung des Flüchtlingsparks?“, fragt ihr Klubchef Thomas Miksch unruhig in Richtung Stadtführung, „bis jetzt hatten wir viel Ankündigungspolitik, aber bis auf einzelne Lichtpunkte wurde noch nichts umgesetzt.“ Er komme derzeit sehr viel herum in Gmünd, und der Flüchtlingspark zwischen Dr.-Karl-Renner-Straße und der Ausfahrt zur Bundesstraße B41 in der Neustadt sei überall ein Thema.

ÖVP-Klubchef und Infrastruktur-Stadtrat Martin Preis fasst sich dazu auf Nachfrage kurz. Er sei „verwundert“ über diese Kritik, sagt Preis, und verweist auf einen NÖN-Beitrag von Anfang Oktober 2021: Daraus sei bereits zu erfahren gewesen, dass sich das zu 80 Prozent geförderte 170.000-Euro-Projekt eben wegen Förderungen verzögert habe – grünes Licht sei zu spät gekommen, um geplante Baumpflanzungen oder den Bau eines zusätzlichen, gewundenen Schlenderweges noch vorm Winter abwickeln zu können. Man solle aus der Verzögerung kein Politikum machen, mahnt Preis nun: „Bautätigkeiten sind Mitte Jänner nicht wirklich sinnvoll. Sobald es das Wetter erlaubt, wird gestartet werden.“

Der 15.500 m² große Park erinnert wie berichtet an mehr als 30.000 während des Ersten Weltkriegs im Gebiet der heutigen Gmünder Neustadt verstorbene Flüchtlinge, das Konzept für die Attraktivierung wurde mit Landschaftsplaner Franz Grossauer unter Einbindung der Bevölkerung ausgearbeitet. Kommen sollen heuer auch Informationstafeln, Staudenbeete und kleine Verweilbereiche.