Pechody und Stadtfest gehen getrennte Wege

Erstellt am 27. März 2013 | 00:00
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Kulturfest / Die internationale Kulturbiennale „Übergänge-Pechody“ findet erstmals ohne die IG Gmünd statt – und zwar im August.
Von Johannes Bode

GMÜND / Das „Übergänge-Pechody“ Festival wird zwar heuer wieder in Gmünd und eské Velenice stattfinden –  jedoch ohne den bisherigen Partner, die Kaufmannschaft (IG) Gmünd. In den letzten Jahren wurde „Übergänge-Pechody“ immer während des Altstadtfestes Ende Juni durchgeführt. Diese Kooperation  brachte sogar drei Mal den Kultusponsoringpreis „Meacenas“ nach Gmünd.

Nun geht man getrennte Wege, die internationale Kulturbiennale hat deshalb auch einen neuen Termin und wird von 22. bis 25. August über die Bühne gehen. Die Organisatoren, Thomas Samhaber und Brigitte Temper-Samhaber von der ILD-Agentur für Regionalentwicklung, sehen das als Chance für eine Neuorientierung. „Wir haben beim letzten Mal, als das Altstadtfest kurzfristig abgesagt wurde, gesehen, dass ‚Übergänge-Pechody‘ auch alleine funktioniert“, erzählt Thomas Samhaber.

Der Entscheidung gingen Gespräche zwischen Kaufmannschaft, Kulturabteilung der Stadt und ILD voraus. Dabei kamen scheinbar durchaus unterschiedliche Ansätze zutage. Thomas Samhaber: „Wir wollten nicht, dass die Kultur das Anhängsel ist.“ Und für IG-Obmann Josef Hag war es auch an der Zeit für einen Neustart: „Nach 15 Jahren müssen wir das Konzept des Stadtfestes überarbeiten.“

Kooperation mit 

Überarbeitet wird jetzt auch die Kulturbiennale. „Wir wollen, noch mehr in Richtung Kulturfest gehen. Das Schöne ist, dass die Bürgermeister beider Städte voll dahinter stehen“, so Thomas Samhaber. Fixiert ist bereits der Schwerpunkt Film: Man kooperiert mit dem international renommierten Dokumentarfilm-Festival Jihlava, das größte in Mittel- und Osteuropa. Es sollen die Kinos in beiden Städten und eine zusätzliche Open-Air-Leinwand bespielt werden. Eine große Freude für Samhaber: „Wir sind sehr stolz auf diese Kooperation. Natürlich wird es auch Leckerbissen aus der tschechisch-österreichischen Filmgeschichte zu sehen geben.“

Weitere Änderungen: Mehr Ausstellungen und eine Rock-Nacht in der Beseda. Musik und Theater wird konzentrierter als bisher am Abend stattfinden. Zusammenarbeiten will man auch weiterhin mit Kulturinitiativen aus der Region. Das Stadtfest dagegen will sich auf die „Genuss-Region“ konzentrieren. Hag: „Das soll ein kulinarisches Spektakel werden.“