1 Million Euro für Bauland im Gmünder Stadtzentrum. Stadtführung will noch heuer zwei Entwicklungsgebiete schaffen. Vor Realisierung: Neue Siedlung und Straße am Rand von Harabruckteich und Teichkettenweg.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 25. April 2019 (06:10)
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Im Wasserfeld sind nur noch Reste von einst über 50 Baugründen frei, im 2018 geschaffenen Siedlungsgebiet am ÖBB-Areal beim Harabruckteich ist nur noch eine Handvoll Bauplätze zu haben – und die werden noch heuer verkauft, glaubt Vizebürgermeister Hubert Hauer (AfG). Gmünds Stadtführung will dem Trend rasch Rechnung tragen, bestätigen Hauer und ÖVP-Bürgermeisterin Helga Rosenmayer auf NÖN-Nachfrage hartnäckige Gerüchte: Noch heuer sollen in bester innerstädtischer Lage zwei weitere Siedlungen geschaffen werden!

Zu einem der Entwicklungsgebiete halten sich beide Politiker mit Verweis auf laufende Verhandlungen noch bedeckt. Für das zweite größere Zielareal sind die Verträge, wie Vizebürgermeister Hauer bestätigt, „schon unterschriftsreif“. Dabei soll wie bei der Verwertung der ÖBB-Gründe die Schaffung attraktiven Wohnraums in unmittelbarer Nähe zu Harabruckteich und Teichkettenweg mit städtebaulicher Aufwertung kombiniert werden. Die Schulgasse endet derzeit von Mittelschule in Richtung Gymnasium und Tennisplätze nach dem verbauten Gebiet an einem Schranken – den Grünraum von hier zur Schremser Straße möchte die Stadtführung erschließen (siehe Grafik!).

Konkret geht es um gut einen Hektar Land inklusive einem als unsanierbar eingestuften Altbau („Meindlhof“) im Gemeindebesitz für gut ein Dutzend potenzieller Baugründe. Die Idee ist die Schaffung einer Direktverbindung von Schremser Straße zu Schulgasse für den öffentlichen Verkehr über die Brüder-Baumann-Gasse und einen derzeit noch unbefestigten Weg.

Eine Million Euro ist bereits reserviert

„Das ist ein ungenutztes, hoch interessantes Entwicklungsgebiet, das die Ruhelage mit den Annehmlichkeiten einer Stadtzentrumslage vereint“, sagt Bürgermeisterin Rosenmayer. Man komme mit den geplanten Vorhaben der hohen Nachfrage nach Bauland in der Stadt nach. Auch Vizebürgermeister Hauer spricht von einem „optimalen Wohngebiet, in dem alles fußläufig zu erreichen ist“.

Seitens der SP-Opposition signalisiert Stadtrat Thomas Miksch Zustimmung zu den Plänen, „die Entwicklung dieser Gegend war schon vor Jahrzehnten einmal ein Thema. Sie bietet sich dafür wirklich an“.

Der Gemeinderat hat zum Ankauf der Gründe für die geplanten Siedlungen einstimmig ein Darlehen über eine Million Euro genehmigt, das Geld soll am 30. April via Nachtrags-Voranschlag ins Budget gelangen. Vor dem Sommer soll der Gemeinderat dann über die Verträge befinden.

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