VP Großpertholz: „Unsere Hand bleibt ausgestreckt“. Die SPÖ als Zweiter und die FPÖ-Liste „Pertholz Aktiv" als Dritter wollen in Bad Großpertholz im Bezirk Gmünd gemeinsame Sache machen, die FPÖ soll mit dem parteifreien Hermann Hahn jun. damit erstmals in NÖ den Bürgermeister stellen. 24 Stunden nach dem medialen Paukenschlag dazu meldete sich die in die Opposition gedrängte ÖVP-Ortsgruppe zu Wort.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 25. Februar 2020 (06:57)
Die VP Bad Großpertholz um (Noch-) Bürgermeisterin Martina Sitz reagierte 24 Stunden nach ersten Pressemeldungen über die bevorstehende SP/FP-Koalition.
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In einem gemeinsamen Statement hält die Volkspartei um die erst im Juli 2019 zur dritten VP-Bürgermeisterin der laufenden Legislaturperiode gewählte Rindlbergerin Martina Sitz fest, dass die „Hand zur Zusammenarbeit bis zum Schluss ausgestreckt“ bleibe. Von der bevorstehenden Koalition von SPÖ und „Pertholz Aktiv“ wisse man nur über Medien, seitens der beteiligten Fraktionen habe man immer noch keine offizielle Stellungnahme dazu erhalten.

„Die Winkelzüge der vergangenen Wochen haben bereits darauf hingedeutet, dass die SPÖ die FPÖ zum Bürgermeister machen wird“, heißt es weiter: Die Volkspartei wolle „sofort“ eine Teamsitzung einberufen und sich auf die neue Situation vorbereiten.

Der designierte neue Bürgermeister Hermann Hahn jun. beklagte indes zuvor „panikartige Querverhandlungen“ der Volkspartei mit den Sozialdemokraten trotz bereits großzügiger Zugeständnisse an „Pertholz Aktiv", die teils an Selbstaufgabe gegrenzt hätten. Damit habe sich die Sache für ihn erledigt, so Hahn: „Die Pertholzer Volkspartei hat sich in den anfangs durchaus konstruktiven Verhandlungen zuletzt selbst aus dem Rennen genommen.“